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Rostock Bundesländer machen mit Erbschaften Kasse
Mecklenburg Rostock Bundesländer machen mit Erbschaften Kasse
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06:34 22.06.2015
Weil immer mehr Verstorbene keine Angehörigen hinterlassen, geht ihr Vermögen an den Staat. In MV gibt es Dutzende Fälle.
Weil immer mehr Verstorbene keine Angehörigen hinterlassen, geht ihr Vermögen an den Staat. In MV gibt es Dutzende Fälle. Quelle: Fotolia
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Am Ende bekommt alles der Staat: Weil mehr Menschen nach ihrem Tod keine Nachkommen hinterlassen, fällt ihr Vermögen mangels Erben an die öffentliche Hand. Jedes Jahr ein hoher Millionenbetrag zusammen, den die Länder in ihren Haushalten verbuchen können. Mecklenburg-Vorpommern erhielt 2014 auf diese Weise 111 700 Euro – Erbschaften von 42 Verstorbenen. Im Jahr davor waren es 128 400 Euro.

Nach bundesweitem Maßstab sind das Kleckerbeträge. Das Land Niedersachsen erbte 2013 insgesamt 13 Millionen Euro, von über 1600 Verstorbenen. In Schleswig-Holstein stieg die Zahl der sogenannten Fiskalerbschaften seit 2011 von 30 im auf über 130.

Ein Minusgeschäft sind die Fiskalerbschaften für den Steuerzahler nicht. Verbindlichkeiten bedient der Staat nur so lange, bis das Vermögen aufgebraucht ist. Laut BBL sind die meisten Erbschaften, mit denen die zu tun hat, überschuldet und wurden von den rechtmäßigen Erben ausgeschlagen.



Gerald Kleine Wördemann

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