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Rostock Caterpillar: Rund 10 000 Jobs in Gefahr
Mecklenburg Rostock Caterpillar: Rund 10 000 Jobs in Gefahr
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06:48 25.09.2015
Caterpillar: Mitarbeiter bei Umbauarbeiten. Quelle: Dietmar Lilienthal
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Rostock

Der amerikanische Baumaschinen-Hersteller Caterpillar, zu dem auch eine Niederlassung in Rostock-Warnemünde gehört, hat ein radikales Sparprogramm angekündigt. Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen über 10 000 Jobs gestrichen werden. Angesichts der Schwäche der Energie- und Baubranche seien schlechtere Geschäfte zu erwarten, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

„Wir machen uns diese Entscheidungen nicht einfach, aber ich bin zuversichtlich, dass die zusätzlichen Schritte Caterpillar besser aufstellen werden, um solide Ergebnisse zu liefern, wenn die Nachfrage wieder anzieht“, sagte Konzernchef Doug Oberhelman.

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Die Umsatzprognose für 2015 senkte Caterpillar um eine Milliarde auf 48 Milliarden Dollar (knapp 43 Mrd Euro). Das würde den dritten jährlichen Rückgang in Folge bedeuten. Für 2016 rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Umatzschwund um fünf Prozent. „Wir stehen vor herausfordernden Marktbedingungen in wichtigen Regionen und Industriebereichen wie Energie und Minenbau“, so Oberhelman.

Die geplanten Stellenkürzungen gehen mit Werksschließungen einher, und sollen schrittweise erfolgen. Bis Ende 2016 soll zunächst bis zu 5000 Mitarbeitern gekündigt werden. Bis 2018 dürfte noch einmal mindestens die gleiche Zahl hinzukommen, heißt es in der Mitteilung. Ziel der Sparmaßnahmen sei es, die jährlichen Kosten um etwa 1,5 Milliarden Dollar zu senken. Ob das Schiffsmotoren-Werk in Warnemünde oder auch die Händler in Rostock, Schwerin oder Neubrandenburg betroffen sind, ist noch unklar.

Caterpillar, das schweres Arbeitsgerät wie Radlader oder Muldenkipper für die Industrie herstellt, hat in den letzten Jahren bereits Zehntausende Stellen gestrichen. An der Börse kamen die Neuigkeiten nicht gut an - die Caterpillar-Aktie lag kurz nach Handelsstart in New York mit sieben Prozent im Minus. Auf Jahressicht ist der Kurs schon um fast 30 Prozent gesunken.



Kay Steinke