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Rostock Was die Taufe der neuen „A-Rosa Alva“ durcheinander brachte
Mecklenburg Rostock Was die Taufe der neuen „A-Rosa Alva“ durcheinander brachte
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10:46 01.05.2019
Die „A-Rosa Alva“ ist in Porto angekommen. Quelle: Andreas Ebel
Porto/Rostock

Diese Taufe war nichts für schwache Nerven. Bis drei Stunden vor der Zeremonie fehlte noch das Schiff. Stürmische Tage in Portugal machten es lange unmöglich, das 80 Meter lange Schiff – das neueste und kleinste der Flotte – von der Werft über den Atlantik nach Porto zu bringen.

Taufpatin Yvonne Catterfeld nahm es gelassen. Sie ist längst mehr als die vertraglich gebundene Markenbotschafterin, die sich seit 2014 für die Kataloge fotografieren lässt. „Bis auf die Mosel habe ich alle Touren bereist. Immer mit Familie und Freunden“, schwärmt sie. Auch dieses Jahr wolle sie mit A-Rosa auf Kreuzfahrt gehen. „Es ist so herrlich entspannend und es inspiriert mich für meine Filmrollen und mein neues Album, an dem ich gerade arbeite.“ Fast immer dabei: Ihr Lebenspartner und Schauspiel-Kollegen Oliver Wnuk.

Mit einer feierlichen Taufe in Portugal wird am Dienstag das neueste Schiff der A-Rosa-Flotte eingeweiht – die „Alva“. Taufpatin ist die Schauspielerin und Sängerin Yvonne Catterfeld.

Yvonne Catterfeld tauft die „Alva“

Als die Schauspielerin und Sängerin am Dienstagabend mit Verspätung das innen noch nicht fertige Schiff mit viel Emotionen und Konfetti taufte, fiel den A-Rosa-Verantwortlichen – allen voran dem geschäftsführenden Gesellschafter Jörg Eichler – ein Stein vom Herzen. Erst recht als die Flasche vor der malerischen Kulisse am vollmundigen Bug mit Rose des Schiffes der Rostocker Reederei unter Applaus zerschellte.

Derweil ist unter Deck noch viel zu tun. Komplett für die Jungfernfahrt ist das Schiff noch nicht. Es fehlen noch alle beweglichen Teile. Rezeption, Betten, Matratzen, Tische, Stühle, Vorhänge und mehr bringen 100 Handwerker an Bord. Sie bauen Spiegel an, Räumen Küche und Restaurant ein.

Wegen eines Sturmes konnte das Schiff nicht rechtzeitig von der Werft überführt werden. Die Jungfernfahrt, die am 1. Mai losgehen sollte, ist abgesagt worden. „Das tut uns unendlich leid“, sagt A-Rosa-Chef Eichler. Am Dienstag seien alle 120 Jungfernfahrtgäste erreicht und bereits umgebucht worden. Als Entschädigung können sie jetzt zweimal kostenlos mit A-Rosa auf Tour gehen. Ihm sei die Entscheidung, die Jungfernfahrt abzusagen, schwer gefallen, so Eichler. „Für uns steht Qualität an erster Stelle und wir lassen das Schiff nicht fahren, wenn noch nicht alles fertig und die Crew noch nicht eingespielt ist.“

Größere Schiffe geplant

Die „A-Rosa Alva“ ist das erste Schiff seit fünf Jahren, das von A-Rosa in Dienst gestellt wurde – und es ist gleichzeitig das zwölfte der Flotte. Mit der „Alva“ wird gleichzeitig auch ein neues Fahrtgebiet in Portugal erschlossen: auf dem Douro, dem drittlängsten Fluss der iberischen Halbinsel. Eichler kündigt an, dass Arosa weiter wachsen will. Das 13. Schiff ist bereits in Auftrag gegeben worden, für ein weiteres gibt es eine Option.

Mit diesem neuen Schiffstyp will die Rostocker Reederei in der sogenannten Rheinklasse neue Maßstäbe setzen. Es wird länger, breiter, bekommt ein zusätzliches Deck sowie weitere Vergnügungsmöglichkeiten an Bord. Mitte des Monats wird die Reederei Details vorstellen. Damit will das Unternehmen Flusskreuzfahrten für Jüngere attraktiver machen. Eichler: „Wir sind auf einem guten Weg. Mehr Familien kommen an Bord der Schiffe und der Anteil der über 76-Jährigen habe sich von 2017 zu 2018 halbiert. „Es ist der Anfang einer neuen Entwicklung des Städtetourismus.“ Er erwartet weiterhin zweistellige Wachstumsraten für das Unternehmen jedes Jahr.

A-Rosa wächst als Arbeitgeber

Auch als Rostocker Arbeitgeber wächst A-Rosa. 100 Mitarbeiter sind es in der Rostocker Zentrale, 600 an Bord der Schiffe. Mit jedem Schiff kommen rund 50 Jobs dazu, so Eichler. Zu weiteren neuen Zielen hält sich Eichler noch bedeckt. „Da haben wir noch einiges vor und betreiben Marktforschung.“ Ein gutes Händchen scheinen die A-Rosa-Leute zu haben. Die neue Tour auf dem Douro ist nach Angaben der Reederei dieses und nächstes Jahr so gut wie ausgebucht.

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Andreas Ebel

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