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Rostock Celisca entwickelt Labor der Zukunft
Mecklenburg Rostock Celisca entwickelt Labor der Zukunft
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00:00 22.12.2016
Privatdozenten am Warnemünder Celisca-Institut: Dr. Heidi Fleischer, Dr. Hui Liu, Dr. Bernd Göde (v.l.n.r.) und Prof. Mohit Kumar (vorn) forschen gemeinsam an innovativen Lösungen für die Automation von Prozessen in den Lebenswissenschaften. FOTOS: EDELTRAUD ALTRICHTER
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Warnemünde

Im Warnemünder Center for Life Science Automation der Universität Rostock, kurz Celisca, entsteht das Labor der Zukunft. Nicht die Laborantin im weißen Kittel steckt immer und immer wieder die Pipette ins Reagenzglas, tröpfelt und misst die Veränderungen. Das machen hier Roboter, die sich völlig frei bewegen mit hochkomplexen Sensoren und Geräten zusammenarbeiten. „Es geht nicht darum, Menschen im Labor überflüssig zu machen, sondern ihnen monotone Arbeit abzunehmen“, sagt die Chefin des Hauses im Warnemünder Technologiepark, Professorin Kerstin Thurow.

Warnemünder Centrum gilt als „Professorenschmiede“

Kerstin Thurow ist die Direktorin des Instituts für Automatisierungstechnik (IAT) der Universität Rostock und Chefin am Warnemünder Center for Life Science Automation der Universität Rostock, kurz Celisca.

Fünf Wissenschaftler

Bei all der Entwicklungsarbeit hat sich das Institut zur Professorenschmiede gemausert. Seit 1999 haben hier fünf Habilitierte den Weg „nach ganz oben“ gefunden. Grund: „Wir machen hier keine Nachwuchsförderung, sondern Nachwuchsforderung“, sagt Kerstin Thurow. Die Akteure müssten publizieren, dozieren, Studenten betreuen, Drittmittel für Projekte einwerben. Und das Wichtigste: „Was bei uns am Institut erforscht wird, muss anwendungsbereit sein“, fordert Thurow. Und das ist nicht weniger als „Technologie von übermorgen“.

Heidi Fleischer (43) hat ihre Habilitationsarbeit an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik (IEF) verteidigt. Sie befasst sich mit Automationskonzepten für die Laborarbeit: Sensoren und Robotern übernehmen die klassische Laborarbeit, untersuchen Materialien aus Medizin, Umwelt und Bio-Wissenschaften. Hui Liu aus China ist seit 2011 am Warnemünder Institut. Der 33-Jährige ist Spezialist für Robotik, Transportsysteme und Energiemanagement. Er entwickelte erstmals weltweit ein Gesamtkonzept für den Einsatz mobiler Roboter im Labor. Die sind in Warnemünde nun vollkommen allein unterwegs, fahren Fahrstuhl, weichen ihren menschlichen Kollegen aus, bringen Proben von Labor zu Labor, helfen bei der Arbeit.

Der Inder Mohit Kumar (38) beschäftigt sich mit künstlicher Intelligenz und ist der Mann für die richtige Dateninterpretation. Etwa wenn es zu erkennen gilt, ob Menschen Stress haben, über- oder unterfordert sind. Der Informatiker Bernd Göde (62) sorgt dafür, die vorhandene Anlagentechnik sinnvoll miteinander zu kombinieren. Eine seiner Aufgaben in Warnemünde ist es, die oft völlig unterschiedlichen Steuerungen der einzelnen Geräte miteinander zu „verheiraten“, dafür zu sorgen, dass sie zusammenarbeiten.

Wolfgang Thiel

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