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Rostock Corona-Lage in MV zum Jahresende entspannter als befürchtet: Dennoch kein Aufatmen
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Corona-Lage in MV zum Jahresende entspannter als befürchtet: Dennoch kein Aufatmen

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20:03 04.01.2022
Eine Prognose des Greifswalder Bioinformatikers Lars Kaderali, nachdem um Weihnachten herum eine Inzidenz von 800 in MV erreicht werden könnte, hatte sich nicht bestätigt. Die Maßnahmen hätten gewirkt. Doch nun erwartet das Gesundheitsministerium steigende Zahlen.
Eine Prognose des Greifswalder Bioinformatikers Lars Kaderali, nachdem um Weihnachten herum eine Inzidenz von 800 in MV erreicht werden könnte, hatte sich nicht bestätigt. Die Maßnahmen hätten gewirkt. Doch nun erwartet das Gesundheitsministerium steigende Zahlen. Quelle: dpa / Stefan Sauer
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Laut dem Landesamt für Gesundheit und Soziales werden mit Stand Dienstag, 4. Januar, 19:30 Uhr, 336 Menschen mit Covid-19 in den Kliniken im Nordosten behandelt. Von diesen liegen 89 auf der Intensivstation. Landesweit sind laut Divi-Intensivregister 35 covid-spezifische Intensivbetten noch frei.

Die düstere Prognose des Greifswalder Bioinformatikers Lars Kaderali, nachdem um Weihnachten herum eine Inzidenz von 800 in MV erreicht werden könnte, hatte sich nicht bestätigt. Die Inzidenz lag zu Weihnachten bei 318.

Maximalwert kurz vor Weihnachten erreicht

Kaderali teilt nun mit: „Die Belastung der Intensivstationen durch Corona-Patienten in Mecklenburg-Vorpommern hat nach den Zahlen des Lagus am 20. Dezember mit einem Stand von 100 Patienten landesweit einen Maximalwert in der gesamten Pandemie erreicht. Vor einer solchen Situation hatten wir gewarnt.“

„Da die Inzidenzen in MV infolge der Kontaktreduktionsmaßnahmen aktuell rückläufig sind und die ITS-Belegung mit einem Zeitversatz von etwa zwei Wochen der Inzidenz folgt, ist zunächst mit einem weiteren Rückgang der Intensivbettenbelegung zu rechnen. Diese Entwicklung ist nicht überraschend und ist eine Folge der beschlossenen Maßnahmen“, so Kaderali weiter. Abzuwarten sei allerdings, wie sich die Omikron-Variante auf die ITS-Belegung auswirken wird.

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Alexander Kujat, Sprecher des Gesundheitsministeriums in Schwerin, sagt zudem: „Das Land arbeitet mit keinen eigenen Prognosen. Sicher ist aber, Omikron wird auch hier die vorherrschende Variante werden.“ Gerechnet hatte man in Schwerin schon Anfang Januar – also jetzt – mit einem starken Anstieg von Omikron-Fällen. In den nächsten Tagen erwarten die Gesundheitsbehörden steigende Zahlen.

Von Michaela Krohn