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Rostock „DDR-Architektur“: Glatter-Aal-Investor muss nachbessern
Mecklenburg Rostock „DDR-Architektur“: Glatter-Aal-Investor muss nachbessern
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06:06 02.09.2015
So stellt sich Patrick McGrath den Glatten Aal in Zukunft vor. Doch seine Pläne fallen in der Rostocker Politik durch. Quelle: Randalswood Germany
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Rostock

Die Politik in der Hansestadt will mehr Schick für ihr Filetgrundstück: Der Bauausschuss hat den bisherigen Planungen für das neue Rosengarten-Center auf dem Glatten Aal gestern Abend eine klare Abfuhr erteilt. Der irische Investor Patrick McGarth hat nun drei Wochen, um nachzubessern.

Der Ausschuss bemängelt vor allem die Optik des geplanten 100-Millionen-Euro-Projektes im Herzen Rostocks: Das geplante Einkaufszentrum und das benachbarte Hotel würden an Bauten aus der DDR-Zeit erinnern, bemängelte Helge Bothur (Linke). Erhard Sauter (SPD) fordert von den Planern etwas „Hanseatisches“. Eine Bebauung, die zum Norden passe. „So, wie das Gebäude jetzt aussieht, könnte es auch in Berlin, Hamburg oder München stehen. Das ist mir einfach viel zu beliebig.“

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Bau-Senator Holger Matthäus (Grüne) geht es hingegen nicht nur um die Optik: Ja, die großen Fassaden erinnern auch ihn an DDR-Bauten. Noch wichtiger für ihn sei aber ein anderes Manko, das es zu beheben gilt: „Es fehlen Wohnungen. Wir brauchen Wohnraum in der Innenstadt. Das war einst auch so gefordert worden.“



Andreas Meyer