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Rostock DRK plant neue Wohnstätte für Menschen mit Handicap
Mecklenburg Rostock DRK plant neue Wohnstätte für Menschen mit Handicap
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23:15 15.01.2019
So soll die Bebauung am Signalgastweg zukünftig aussehen. Zwei Gebäude sind geplant. Entwurf: DRK Quelle: DRK
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Groß Klein

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) plant den Bau einer neuen Wohnstätte für Menschen mit Handicap am Signalgastweg 22 im Rostocker Stadtteil Groß Klein. Zusätzlich soll ein Gebäude für Senioren-Wohngemeinschaften entstehen. Das teilte das DRK am Dienstag auf der Sitzung im Ortsbeirat Groß Klein mit. „Wir stehen dem Projekt positiv gegenüber“, sagt Beiratschef Uwe Michaelis (SPD).

Die derzeitige Gebäude am Signalgastweg 22 soll dafür weichen. „Das Haus ist sehr alt und der Energieverbrauch sehr hoch“, erläutert Jürgen Richter, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Rostock, das Vorgehen. Auch gebe es dort aktuell vor allem Doppelzimmer. Zukünftig setze das DRK aber verstärkt auf Einzelzimmer, um mehr Raum für Individualität zu ermöglichen.

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Durch den Neubau soll die Zahl der Wohnplätze von 48 auf 96 steigen. Die Nachfrage sei groß. „Wir beschäftigen mehr als 600 Menschen mit Handicap in unseren Werkstätten. Und es gibt immer mehr Anfragen nach eigenständigen Zimmern“, sagt Richter. Neben der Wohnstätte bietet das DRK im Umfeld auch Trainingswohnungen und einzel-betreutes Wohnen an.

Zur Zeit besteht das Gebäude am Signalgastweg aus drei Geschossen, zukünftig sollen es vier sein. Im Ortsbeirat kam sofort die Frage auf, wie die Gesamthöhe im Vergleich zur Nachbarschaft ausfällt. „Die umliegenden Gebäude sind mit sechs Geschossen wesentlich höher“, betont Richter. Auch die Zufahrt zum Gelände ist hinterfragt worden. Das DRK erwarte aber nicht mehr Verkehr als bisher.

Die Bauzeit für die neue Wohnstätte soll anderthalb bis zwei Jahre betragen. „Wir reichen demnächst den Bauantrag ein und sobald dieser bewilligt ist, wollen wir so schnell wie möglich starten“, so Richter. Bäume und Gehölze sollen möglichst erhalten werden. „Wir wollen das Umfeld so entwickeln wie vorher. Schließlich sollen sich dort auch unsere Bewohner wohlfühlen.“ Mehrere, kleinere Parkbereiche sind geplant.

In einer zweiten Bauphase soll auf dem Gelände ein Gebäude mit barrierefreien Wohnungen für Senioren entstehen. Hierzu laufen die Planungen jedoch noch. Richter geht davon aus, dass bis zu 90 Wohnungen geschaffen werden könnten. „Wir müssen erst gucken, was genau gebraucht wird.“ Für die Bewohner sollen Service-Leistungen angeboten werden. Besucher des Ortsbeirates regten zudem an, auf jeden Fall Balkone mitzubauen.

Das DRK betreibt bereits seit 1992 die Wohnstätte am Signalgastweg. Diese verfügt aktuell über 20 Einzel- und 14 Doppelzimmer mit behindertengerechten Nasszellen sowie über Gemeinschaftsküchen und Freizeiträume. Den Bewohnern soll hier eine möglichst selbstbestimmte Lebensweise ermöglicht werden, heißt es. Vorher war in dem Gebäude eine Kindertagesstätte untergebracht.

André Wornowski

16.01.2019
15.01.2019
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