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Rostock Daimler will Niederlassung verkaufen
Mecklenburg Rostock Daimler will Niederlassung verkaufen
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06:00 09.07.2014
Der Daimler-Konzern plant, die Mercedes-Niederlassungen in Rostock und Schwerin zu verkaufen.
Der Daimler-Konzern plant, die Mercedes-Niederlassungen in Rostock und Schwerin zu verkaufen. Quelle: Paul Zinken
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Rostock

Der Daimler-Konzern will seine Mercedes-Niederlassung in Rostock verkaufen. Für die Beschäftigten unverständlich, die Standorte seien seit Jahren wirtschaftlich für das Unternehmen. Gegen die Pläne des Konzern haben die Rostocker Angestellten gemeinsam mit ihren Schweriner Kollegen gestern in Berlin demonstriert. Auch ihre Niederlassung ist betroffen.

Die IG Metall hat zu der Kundgebung vor der Mercedes-Benz- Zentrale in Berlin aufgerufen. Circa 170 Kollegen protestierten dort gegen den geplanten Verkauf der MV-Standorte . Im Hotel Estrel Berlin fand zeitgleich ein erstes Gespräch zwischen dem Gesamtbetriebsrat und der Mercedes-Geschäftsleitung statt.

„Wir werden alles dafür tun,Teil der Daimler AG zu bleiben“, sagt Lennart Zepper aus der Niederlassung Schwerin. Ein Verkauf sei den Mitarbeitern bis heute nicht nachvollziehbar erklärt worden. Anke Brauer von der IG Metall Rostock: „Die Beschäftigten der Niederlassungen haben Angst um ihre Zukunft. In den Autohäusern in Mecklenburg-Vorpommern gibt es kaum noch einen Tarifvertrag. Den werden wir bei Mercedes weiter verteidigen.“ Aus mehreren Rostocker Betrieben – unter anderem Nordic Yards, Neptun Werft und MAN-Niederlassung – wurden Solidaritätserklärungen der verlesen.

Morgen finden in allen Mercedes-Niederlassungen Betriebsversammlungen statt. Dort wird über die weitere Vorgehensweise beraten. 

Bereits Ende Mai wurden die Beschäftigten über das umstrittene Konzept „Own Retail - Neuausrichtung der Niederlassungen“ des Daimler-Vorstands informiert. Danach sollen 36 Teilbetriebe von Niederlassungen und GmbH-Betrieben deutschlandweit zum Verkauf stehen. In diesen Teilbetrieben und GmbHs arbeiten heute über 1 500 Beschäftigte. Auch die Niederlassungen in Schwerin, Valluhn, Upahl, Rostock und Rostock-Schutow mit insgesamt 310 Beschäftigten sind von den Verkaufsabsichten des Unternehmens betroffen.



Sophie Pawelke