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Rostock Darum hofft dieser Fensterbauer auf schnelles Internet
Mecklenburg Rostock Darum hofft dieser Fensterbauer auf schnelles Internet
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Fenster und Türenbau Sternberg GmbH Die Firma erhofft sich durch schnelles Internet Wettbewerbsvorteile. Sebastin Kriegisch (30), technischer Verkaufsleiter, bespricht mit einem Kunden online technische Details eines Zierelements.In Zukunft wird der Datenaustausch für 3D-Modelle noch schneller. Quelle: Dietmar Lilienthal
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Sternberg

Olaf Renz kann es kaum erwarten: Der Geschäftsführer der Fenster- und Türenbau Sternberg GmbH hat die Zusage, dass sein Unternehmen spätestens bis Ende September schnelles Internet bekommen soll. „Das bringt uns einen erheblichen Wettbewerbsvorteil“, freut sich Renz. Sternberg ist eine der ersten Regionen in MV, in denen das Glasfasernetz dank staatlicher Förderung ausgebaut wird. „Sie können heute keinen modernen Arbeitsplatz auf dem Land anbieten, wenn Sie nicht auf Daten zugreifen können“, konstatiert Renz.

Nun hofft er auf bessere Chancen bei der Suche nach Mitarbeitern, unter anderem nach einem Verkäufer. „Heute muss ein Verkäufer auch die Möglichkeit haben, von zu Hause zu arbeiten. Das geht nur, wenn sowohl er als auch das Unternehmen schnelles Internet haben“, sagt Renz. Ein anderer Bereich, für den das Internet immer wichtiger werde, sei die Wartung der Maschinen. „Die Maschinen werden heutzutage nur noch online angesteuert. Bis jetzt musste der Servicetechniker immer noch in der Nähe sein“, so der Geschäftsführer.

Ein besserer Kundenkontakt ist möglich

Auch der Kontakt zum Kunden werde erleichtert: „Wenn wir etwa eine Architektenzeichnung erhalten, sind das sehr große Datenmengen. Bis jetzt sind uns dann immer wieder die Leitungen zusammengebrochen. Da hätte man auch gleich eine Brieftaube schicken können.“ Bei der Auslieferung der Ware seien die Fahrer auf aktuelle Daten für das Navigationsgerät angewiesen. Heute wird die Route noch vor der Abfahrt einprogrammiert, aktuelle Änderungen können nicht eingearbeitet werden. „So kann es passieren, dass sie in einen Stau fahren, von dem sie nichts wussten, und viel Zeit verlieren“, so Renz.

Schnelles Internet in MV: Überholt das Dorf die Stadt?

Besonders deutlich sei der Unterschied bei der Daten-Sicherheit: „Wir wurden schon mehrfach online angegriffen. Bis jetzt mussten wir dann immer die Computer abbauen und mit ihnen zum Service nach Lübeck fahren.“ Es habe auch mal fünf Tage gedauert, bis alles wieder lief. Dank des schnellen Zugangs entfalle diese umständliche Prozedur, und innerhalb eines halben Tages könne künftig alles in Ordnung gebracht werden, hofft Renz.

Und der Geschäftsführer denkt schon weiter: „Wegen des Fachkräftemangels werden wir in der Zukunft wohl Roboter einsetzen. Auch für deren Steuerung und Überwachung brauchen wir das schnelle Internet.“ Die Pläne dafür habe er bereits in der Schublade.

Axel Büssem

Für ländliche Regionen in MV könnte ein zügiger Breitbandausbau einen echten Standortvorteil bedeuten, glauben Experten. Firmen könnten sich auf dem Dorf ansiedeln – zumal dort die Grundstücke deutlich billiger sind. Das könnte sogar dringend benötigte Fachkräfte ins Land locken.

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