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Rostock Demo fürs Klima: Rostocker Schüler machen weiter
Mecklenburg Rostock Demo fürs Klima: Rostocker Schüler machen weiter
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19:13 22.03.2019
Erneut demonstrieren Schüler in Rostock für den Klimaschutz. Gregor Sojka und Martha Michel halten die Abschlussrede vor den 180 Demonstranten. Quelle: Jana Schubert
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Rostock

Erneut demonstrierten am Freitag über 100 Schüler vor dem Kröpeliner Tor für eine bessere Klimapolitik - diesmal allerdings erst um 14 Uhr. „Viele aus unserer Ortsgruppe haben gesagt, dass sie nicht jede Woche schwänzen können“, erzählt Alexia Wolf. Die fünfzehnjährige ist Mitglied in der Ortsgruppe Rostock der „Fridays for Future“-Bewegung und hat die Demo mitorganisiert. Um 14 Uhr wäre aber auch eine gute Uhrzeit, so könnten viele Schüler direkt nach der Schule kommen oder müssten nur den letzten Block ausfallen lassen.

Noch immer hätten kaum Rostocker Politiker auf die Bewegung reagiert. „Der Oberbürgermeister hat sich noch überhaupt nicht geäußert“, erzählt sie. Die Forderungen bleiben unverändert: „Politiker, fangt endlich an, etwas zu tun und es nicht immer aufzuschieben. Am Ende wird die Klimakrise mehr kosten, als der Aufwand“, sagt sie. Martha Michel, die ebenfalls in der Ortsgruppe der Bewegung Mitglied ist, ergänzt: „Und nicht immer reden reden, sagen ’Wir machen etwas’ und das dann doch nicht tun.“ Sie wollten als Gruppe akzeptiert werden, die eine Meinung hätten und etwas ändern wollten.

Schilder, Reden und Musik

Pünktlich um vierzehn Uhr haben sich etwa 180 Schüler vor dem Kröpeliner Tor versammelt, aus den Boxen dröhnt Musik. Viele haben erneut selbst gebastelte Schilder mitgebracht, auf denen sie ein Umdenken der Politik in Sachen Klimaschutz fordern. Eröffnet werden die Reden von Prof. Ralf Ludwig, einem Dozenten für physikalische und theoretische Chemie. Er beschäftige sich seit dreißig Jahren mit dem Klima. „Dreißig Jahre lang haben wir den Klimaschutz nicht ernst genug genommen. Wir von der Wissenschaft sind froh, dass ihr auf das Thema aufmerksam macht.“

Während der Demo selbst bleibt es friedlich, mehrere Schüler halten Reden oder tragen Gedichte vor, in denen es um ihre Forderungen an die Politik geht. Eine der Rednerinnen ist Maja, sie rechnet die Entstehung der Welt an einem Tag vor. Wenn man den Urknall bei null Uhr setze, dann seien die Menschen zwar erst um fünf vor Zwölf entstanden, hätten aber schon mehr Schaden angerichtet als in vier Milliarden Jahren Erdgeschichte je verursacht wurde. Nach ihrer Rede sagt sie: „Für mich bedeutet die Demo heute, dass wir große Veränderungen in der Klimapolitik anstoßen können.“ Sie könnten hier und heute etwas bewirken und bewegen können, so die 14-Jährige weiter. Zwischendurch läuft immer wieder Musik oder es werden Sprechchöre wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut“ angestimmt.

So sah es auf der Demo aus:

Polizei zufrieden mit Demoverlauf

Nach anderthalb Stunden ziehen die Demonstranten schließlich weiter in Richtung Universitätsplatz. Dort wird noch eine Schweigeminute abgehalten, bevor in der letzten Rede auch darum gebeten wird, alle Plakate mitzunehmen. Die Demo zerfällt schließlich in kleinere Grüppchen, die sich noch unterhalten. Polizeiführer Steffenhagen zeigt sich am Ende zufrieden mit dem Verlauf: „Es ist sehr friedlich geblieben, aus Sicht der Schüler ist die Demo gelungen.“

In Zukunft sei das Ziel, etwa zwei Mal pro Monat zu streiken, sagte Alexia Wolf am Rande der Demo. Bundesweit stehe bereits der 26. Mai fest, im Moment würde auch der 26. April diskutiert. An diesem Tag werde es aber auf jeden Fall eine Demonstration in Rostock geben, ist sie sich sicher.

Jana Schubert

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