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Rostock Großbrand auf Rostocker Deponie: Sortierhalle steht in Flammen
Mecklenburg Rostock Großbrand auf Rostocker Deponie: Sortierhalle steht in Flammen
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22:22 24.07.2018
Großbrand in Rostock: Eine Sortierhalle mit hochmoderner Technik ist nicht mehr zu retten. Quelle: Andreas Meyer
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Rostock

Schon wieder hält ein Großbrand die Feuerwehren in Atem – und schon wieder bei Veolia: Zum zweiten Mal innerhalb von nicht mal acht Wochen brennt eine Recycling-Anlage des weltweit tätigen Konzerns im Rostocker Ortsteil Hinrichsdorf. Dieses Mal aber steht nicht nur Müll im Flammen. Eine Sortierhalle mit hochmoderner Technik ist nicht mehr zu retten. Der Schaden, so eine erste Schätzung von Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne), dürfte in den zweistelligen Millionen Bereich gehen. „Mit zehn Millionen Euro Schaden dürfte es nicht getan sein“, so Matthäus.

Am Dienstag ist in Rostock wieder eine Deponie in Brand geraten.

Das Feuer war am frühen Abend ausgebrochen. Binnen kürzester Zeit war stieg eine riesige Rauchsäule über Hinrichsdorf auf. Noch 25 Kilometern Entfernung – zum Beispiel in Bad Doberan und in Heiligendamm – war der Qualm zu sehen. Die Berufsfeuerwehr richtete einen Krisenstab ein, mehr als 50 Löschkräfte sind im Einsatz. „Die Halle wird aber nicht zu retten sein“, so Matthäus.

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Schon Ende Mai hatte es bei Veolia gebrannt. Damals wurden 1000 Kubikmeter Plastik-Müll ein Raub der Flammen. Wenige Tage später kam es dann zu einem Großbrand auf der Mülldeponie im nahen Parkentin, die vom Alba-Konzern betrieben wird. In beiden Fällen gehen die Ermittler von Selbstentzündung als Brandursache aus. Dieses Mal könnte eine Batterie der Auslöser des Brandes gewesen sein. Senator Matthäus: „Das Feuer soll beim Schreddern der Plastik-Abfälle aus gelben Säcken ausgebrochen sein. Wenn eine Batterie in solche Schredder gerät, kommt es zum Funkflug – und sofort zum Feuer.“

Multimedia: Großbrände an der Ostsee im Frühjahr 2018

Von André Wornowski, Andreas Meyer und Kay Steinke

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