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Rostock Der Tag nach dem Warnemünder Turmleuchten: „Alles lief nach Plan“
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Der Tag nach dem Warnemünder Turmleuchten: „Alles lief nach Plan“

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19:00 02.01.2020
Einen Tag nach dem Warnemünder Turmleuchten brechen die Schausteller ihre Zelte auf der Promenade ab. Flechthandwerker Jens Kötz ist zufrieden: „Es war ein unvergessliches Event.“ Quelle: Maria Baumgärtel
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Warnemünde

Einen Tag nach dem 21. Warnemünder Turmleuchten zum Jahresauftakt herrscht Aufbruchstimmung auf der Promenade: Die Händler und Schausteller, die dort seit dem 27. Dezember Besucher anlockten, bauen ihre Stände ab. Gegen Mittag ist schon fast nichts mehr von dem bunten Treiben der vergangenen Tage zu sehen.

Strandkörbe und Rattanmöbel zieren die Meile zwischen Leuchtturm und Hotel Neptun. Jens Kötz, Meister des Flechthandwerks und Inhaber der Firma „Kötz“ aus Berga (Sachsen-Anhalt), kocht gerade einen Kaffee, während seine Frau Inka noch einige interessierte Passanten berät. „Wir warten auf unser Team, um mit dem Abbau beginnen zu können“, erklärt Chef Kötz. Damit seien sie dann noch einige Stunden beschäftigt, ehe sie sich auf den Heimweg in den Südharz machen können. „Wenn man dieses Event miterlebt hat, sind die Strapazen aber keine große Sache“, versichert der Handwerksmeister.

Händler: „Gern noch ein paar Tage mehr“

Die Tage auf der Warnemünder Promenade seien perfekt gewesen: „Ich war schon öfter bei Veranstaltungen an der Ostsee dabei, beim Turmleuchten aber das erste Mal. Es hat alles andere übertroffen“, schwärmt Kötz. Die Kulisse und die Atmosphäre seien einmalig gewesen, die Menschen sehr freundlich und gesittet – selbst in der Silvesternacht. Außerdem habe der Veranstalter ein gutes Händchen für die Anordnung der Stände: „Eine gute Mischung. Die zahlreichen Besucher waren durchweg begeistert uns gegenüber.“

Lediglich eines bedauert der Unternehmer etwas: „Es ist schade, dass das Event nicht noch bis Sonntag geht. Wenn die Händler schon so einen Aufwand haben, könnte man es noch länger betreiben. Immerhin sind auch die meisten Touristen bis Ende der Woche hier.“ Doch die guten Eindrücke überwiegen – er werde auf jeden Fall wiederkommen.

Massen von Touristen bringen Umsatz

Holger Schwaßmann von der Imkerei Richardt aus Anklam ist mit seinem Team zur Mittagszeit schon auf dem Sprung nach Hause. An seinem Stand gab es unter anderem Honigwein und Fassbrause zum Durstlöschen. „Wir haben gut verkauft. Es waren Massen von Touristen da – vor allem gestern zum krönenden Abschluss“, berichtet Schwaßmann auf dem Sprung in den Transporter.

Aufbruchsstimmung: Einen Tag nach dem Turmleuchten am ersten Januar wird fleißig abgebaut. Quelle: Maria Baumgärtel

Vom ersten Turmleuchten an dabei

Bereits zum 21. Mal ist die Rostocker Schaustellerfamilie Schultze dabei gewesen. „1998 hieß es aber noch nicht Turmleuchten, sondern Umblättern“, erinnert sich Familienoberhaupt Bernhard Schultze. Mit Imbissen und Glühwein machen er und sein Team die Besucher seitdem glücklich. Mit der diesjährigen Veranstaltung seien sie wieder sehr zufrieden gewesen. Nur an Silvester seien es dieses Jahr ein paar weniger Leute als sonst gewesen.

Jetzt kann sich die Familie auf eine ruhigere Zeit freuen: „Nachdem wir schon den Weihnachtsmarkt hinter uns hatten und kaum freie Tage zum Fest, sind wir jetzt richtig froh es geschafft zu haben“, sagt Schultze und lächelt zufrieden.

Veranstalter: „Alles lief nach Plan“

Ebenfalls auf der Promenade unterwegs an diesem Mittag ist Torsten Sitte. Er ist Geschäftsführer der Rostocker Eventagentur Hanse Event, die wieder für die Veranstaltung verantwortlich war. „Für uns ist alles super gelaufen. Die technischen Abläufe, aber auch die Kooperation mit den Ämtern und Behörden haben gut geklappt“, berichtet er.

Bildergalerie: So schön war das 21. Turmleuchten in Warnemünde

Rund 80 000 Besucher haben das 21. Warnemünder Turmleuchten verfolgt. Der spektakuläre Jahresauftakt mit Licht- und Lasershow, Feuerwerk und Musik stand diesmal unter dem Motto „Schicksal“.

Und besonders wichtig: Es habe keine Ausschreitungen oder Verletzten gegeben: „Gerade die Abreise der vielen tausend Menschen nach dem Turmleuchten ist immer sehr kritisch. Doch die Polizei hatte das eins a im Griff“, lobt Sitte. Alles in allem sei es wieder einmal ein buntes Familienfest geworden – und das auch noch bei bestem Wetter.

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Von Maria Baumgärtel

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