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Rostock Der coolste Wettkampf der Stadt: Rostock lässt die Eisstöcker fliegen
Mecklenburg Rostock Der coolste Wettkampf der Stadt: Rostock lässt die Eisstöcker fliegen
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15:00 28.11.2019
Sascha Hofmann und Anna-Lena Hoffmann freuen sich auf Wintersport zum Weihnachtsmarkt beim Rost-Dock vor dem Radisson-Hotel. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Wenn Schützen völlig unverfroren mit Stöckern um sich schmeißen, dann kann das nur eines bedeuten: Sie sind heiß auf die Trophäe beim coolsten Wettbewerb, den Rostocks Weihnachtsmarkt in diesem Jahr zu bieten hat. Die Freiluft-Winterlounge Frost-Dock lädt ein zur ersten offenen Eisstock-Meisterschaft der Stadt. An vier Dezembersonntagen sollen sich vor dem Radisson-Hotel Hobbysportler auf’s Glatteis wagen.

„Das wird ein Riesen-Spaß“, verspricht Sascha Hofmann, der das Frost-Dock zusammen mit Samuel Drews betreibt. Auftakt zum winterlichen Sportvergnügen: der erste Advent.

Leckereien für Gewinner

Auf insgesamt drei Bahnen geht’s dann nicht um die Wurst, sondern um Brust und Keule: Die jeweiligen Vorrundenbesten werden mit einem weihnachtlichen Buffet inklusive Knusperente und Birnen-Rosinencrumble im Radisson-Restaurant Kai40 belohnt. Auch die Zweit- und Drittplatzierten eines jeden Sonntags dürfen im Lokal zulangen: Sie bekommen Gutscheine für Frühstück und Brunch.

Die Teams treten als Trios, Quartetts oder Quintetts gegeneinander an. Teilnehmen können aber auch Solisten. Sie werden dann einer bestehenden Mannschaft zugeteilt. Gespielt wird im K.o.-Modus: Der jeweilige Sonntagssieger zieht direkt ins Finale ein. Am 22. Dezember spielen die vier Besten dann um den Eisstock-Wanderpokal.

Duelle unter Nachbarn

Ob Triumph oder Niederlage – der Wettbewerb soll für alle ein Gewinn sein, sagt Sascha Hofmann „Es geht darum, gemeinsam Spaß zu haben.“ Zugleich soll der Cup Rostockern die Chance geben, mit ihren Nachbarn in geselliger Runde auf Tuchfühlung zu gehen. „Die meisten kennen die Leute nicht, die mit ihnen in einem Haus wohnen.“ Beim Turnier ließe sich das in lockerer Atmosphäre ändern.

Lust, beim Stockschießen das Eis zu brechen, haben die Bewohner der Langen Straße 33 und 34: Sie haben sich bereits zum Nachbarschaftsduell angemeldet. Sascha Hofmann hofft, dass sich reichlich Nachahmer finden.

Wintersport mit Geschichte

Ausholen, durchschwingen, aufsetzen und gebannt zuschauen, wie das Sportgerät auf’s Ziel zuzirkelt –Eisstockschießen ist gewissermaßen die Wintervariante von Boccia. „Oder wie Curling nur ohne Schrubber“, scherzt Sascha Hofmann.

In Rostock muss sich das Eisstockschießen erst etablieren. In den Alpenländern hat es dagegen eine lange Tradition: Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts vertrieben sich Bauern und Handwerker damit die frostbedingte Langeweile. In Bayern und Österreich wurde der Spaß bald zum Volkssport. Die Anfänge liegen aber noch viel weiter zurück: Bereits auf einem Bild von Pieter Breughel von 1565, das zugefrorene Grachten in den Niederlanden zeigt, sind „Eisstockschützen“ zu sehen. Heute wird der Eisstocksport auf allen Kontinenten betrieben. Seit 1951 werden Europa- und seit 1983 Weltmeisterschaften ausgetragen.

1. Rostocker Eisstockmeisterschaft

Teilnehmer können sich online anmelden auf www.zum-sternenzelt.de per Kontaktformular. Sie treten dann in 3er-,4er- oder 5er-Teams an einem von vier Sonntagen (1.12./8.12./15.12./22.12.; jeweils ab 14 Uhr) gegeneinander an. Im K.o.-Modus wird je ein Sonntagssieger ausgespielt, der direkt ins Finale einzieht. Zusätzlich gibt es für die drei Besten Gutscheine für Frühstück, Brunch oder Buffet im Kai40.

Das Finale findet dann am 22. Dezember statt. Dort messen sich dann die vier besten Teams. Zu Gewinnen gibt es den Wanderpokal und den Titel 1. Rostocker Eistockmeister.

Startgebühr: 5 Euro pro Person inklusive eines Freigetränkes an der Frost-Dock-Bar

Beim Rostock-Cup ist der Sieg zwar nur eine schöne Nebensache. Heiß her gehen soll’s auf den Eisbahnen trotzdem. Das macht Laune. Und ganz nebenbei lassen sich so spielend Kalorien abtrainieren, die man sich zuvor mit Crêpes, Mutzen und Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt angefuttert hat.

Doping erlaubt

Damit jeder Stockschuss trifft, ist es den Teilnehmern übrigens erlaubt, zu dopen: An der Frost-Dock-Bar wird Zielwasser in Form von Glühwein und Bodden-Punsch ausgeschenkt. Der erste Becher geht auf’s Haus. In der Startgebühr von fünf Euro pro Person ist ein Freigetränk inbegriffen.

Wer Konkurrenten kaltstellen will, kann das im Frost-Dock auch unabhängig vom Turnier tun: Die Eisstockbahnen können Cliquen oder Kollegen auch für Weihnachtsfeiern reservieren, müssen sich dafür allerdings sputen. „An manchen Tagen sind wir schon ausgebucht“, sagt Sascha Hofmann.

Biathleten schießen mit Eis

Sportliche Herausforderungen hat das Frost-Dock auch abseits der Bahnen zu bieten – bei der Winterolympiade. Hier müssen Athleten bei verschiedenen Disziplinen Ausdauer, Schnelligkeit und Geschick beweisen. Beim Spaßbiathlon etwa geht’s gleich für drei Olympioniken auf einem Paar Ski auf die Piste, bevor sie mit Katschi und Eiswürfeln ins Schwarze treffen müssen. Frei nach dem Motto „Dabei sein ist alles“: Lasset die Spiele beginnen!

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Von Antje Bernstein

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