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Rostock Der neue Warnemünder Ortsbeirat stellt sich vor
Mecklenburg Rostock Der neue Warnemünder Ortsbeirat stellt sich vor
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20:10 05.12.2019
Werner Fischer ist in Warnemünde immer mit dem Fahrrad unterwegs. Als der neue Vorsitzende des Ortsbeirates möchte er sich für die Interessen der Bürger einsetzen. Quelle: Susanne Gidzinski
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Rostock

In der vergangenen Woche hat der neue Ortsbeirat in Warnemünde erstmals getagt und einen Vorsitzenden gewählt. Mehrfach kritisierten anwesende Bürger in der Sitzung, dass sich die einzelnen Mitglieder des Gremiums weder vorgestellt noch verdeutlicht haben, für welche Inhalte sie einstehen wollen. Die OSTSEE-ZEITUNG hat nachgehakt und zusammengetragen, wie sich die Mandatsträger positionieren und worauf sie bei der Entwicklung des Ostseebades wert legen.

Neuer Chef des Ortsbeirates ist Werner Fischer (Die Linke). Die für ihn wichtigsten Themen seien die Fortschreibung des Strukturkonzeptes, das Parkraumkonzept und der Masterplan für den Seekanal. „Ich begrüße die Entscheidung des Oberbürgermeisters für einen Neustart bezüglich der Mittelmole.“ Seiner Meinung nach müsse dieses Thema im Zusammenhang mit der Entwicklung des Werftgeländes und dem B-Plan für den Ortseingang betrachtet werden. „Wir wollen keine Insellösung. Es ist notwendig, den gesamten Stadtteil voranzubringen.“

Auch hinsichtlich des B-Plans Strand sieht der 67-Jährige dringenden Handlungsbedarf. „Die Gewerbetreibenden brauchen Planungssicherheit. Die müssen wir ihnen ermöglichen.“ Außerdem möchte Fischer die Tradition des jährlich stattfindenden Seniorentages beibehalten und sich für ein Bürgerbegegnungszentrum im Stadtteil einsetzen.

Jobst Mehlan Quelle: Sternberg

Letzteres liegt auch dem ersten Stellvertreter Jobst Mehlan (Rostocker Bund/ Freie Wähler) sehr am Herzen. Seit mittlerweile zehn Jahren ist er Teil des Gremiums. Stark machen will er sich dafür, dass im Ostseebad Angebote geschaffen werden, die sowohl junge als auch ältere Generationen ansprechen. „Vor allem das kulturelle Angebot muss diesbezüglich ausgebaut werden.“ Gleichzeitig aber wünscht er sich, dass die bereits vorhandenen Traditionen wie beispielsweise der Ümgang, die Warnemünder Woche oder die Auftritte der Trachtengruppe gepflegt werden.

Stephan Porst Quelle: Timo Roth

Neben Natur- und Landschaftsschutz, interessiert sich Stephan Porst (Bündnis 90/ Die Grünen) dafür, dass der Stadtteil seinen ganz besonderen Charme behält. Dabei denkt er nicht in erster Linie an Gebäudehöhen, sondern viel mehr an die ortstypische Gestaltung von Fassaden und ein ansprechendes Konzept für den Ortseingang. Aber auch die Promenade möchte er attraktiver gestalten. „Hier fehlt mir das Besondere. Und hinten beim Planetenweg ist der Zustand des Weges teilweise sehr schlecht.“

Rainer Milles Quelle: Dietmar Lilienthal

Rainer Milles (UFR) bezeichnet sich selbst als Warnemünder Urgestein, das sich aktiv für seinen Heimatort und dessen Bewohner engagieren will. Als ehemaliger Leistungssportler möchte er vor allem das Vereinsleben und die Ehrenämter im Ostseebad stärken. „Dem wird leider noch immer viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.“ Des Weiteren sei es hinsichtlich der demografischen Entwicklung notwendig ein Augenmerk auf altersgerechtes Wohnen zu legen und die Parksituation im Zentrum zu entschärfen.

Franziska Richert Quelle: CDU

Franziska Richert (CDU) habe sich in der Vergangenheit intensiv mit den Tagesordungspunkten des Ortsbeirates beschäftigt. „Warnemünde ist vielseitig und es gibt zahlreiche Themen, die wichtig für die Bürger sind.“ Von daher liege es ihr am Herzen, sich für den gesamten Ort einzusetzen. Für die Zusammenarbeit mit ihren neuen Kollegen erhofft sie sich einen ehrlichen und respektvollen Umgang miteinander. „Wahrheit und Klarheit nach Außen stehen dabei an erster Stelle.“

Dominic Schmidt Quelle: privat

Wie sich Dominic Schmidt (CDU) positioniert, bleibt unklar. Über ihre Fraktion teilt sie mit, dass sie sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht äußern möchte. Sie werde zunächst das bevorstehende Kennenlerntreffen mit den anderen Ortsbeiratsmitgliedern abwarten.

Elisabeth Möser Quelle: privat

Elisabeth Möser (Bündnis 90/ Die Grünen) sei vor allem die Stadtentwicklung wichtig. Im vergangenen Jahr habe die 31-Jährige an einem Katalog für Mobilitätseingeschränkte gearbeitet. Mit der Unterstützung zahlreicher Bürger seien dadurch bereits einige Baustellen, wie marode Bürgersteige und unvorteilhafte Zuwegungen behoben worden. „Daran werde ich festhalten.“ Für die zukünftige Zusammenarbeit mit den anderen Beiratsmitgliedern wünscht sie sich Transparenz und „dass jeder die Möglichkeit bekommt sich einzubringen.“

Sven Klüsener Quelle: OVE ARSCHOLL

Kitaplätze und wohnortnahe Angebote in der Pflege schaffen – dafür möchte sich Sven Klüsener (SPD) einsetzen. Weiteren Handlungsbedarf sehe er in der Sanierung der Gehwege. „Warnemünde ist das Aushängeschild der Stadt, doch die Wege sehen katastrophal aus.“ Besonders für die älteren Mitbürger würden die zahlreichen Stolperfallen Gefahren bergen. „Hier muss dringend etwas getan werden.“ Außerdem möchte er zukünftig dafür Sorge tragen, dass das Budget des Ortsbeirates besser von Vereinen genutzt werde.

Burkhard Rohde Quelle: privat

Burkhard Rohde (AfD) ist seit 35 Jahren Einzelhändler in Warnemünde und interessiert sich dementsprechend sehr für den Tourismus. Kritisch betrachtet er dabei die Entwicklung der Kreuzfahrt. „Man sollte genau schauen, wer davon profitiert, denn der Handel und die Umwelt haben nichts davon.“ Um den Charme des Ortes zu erhalten sei ihm eines ganz besonders wichtig: „Wir müssen mehr auf Qualitäts- statt Massentourismus setzten.“ Genauso sehe es beim Handel aus. Aber auch speziell für Frauen mit Familie will er sich einsetzen.

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Von Susanne Gidzinski

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