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Rostock Die Ideen der OZ-Leser: So soll Rostocks Iga-Park künftig heißen
Mecklenburg Rostock Die Ideen der OZ-Leser: So soll Rostocks Iga-Park künftig heißen
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16:30 12.05.2019
Wie soll der Rostocker Iga-Park in Zukunft heißen? Mehr als 1100 Rostocker beteiligten sich bereits an der OZ-Umfrage.
Wie soll der Rostocker Iga-Park in Zukunft heißen? Mehr als 1100 Rostocker beteiligten sich bereits an der OZ-Umfrage. Quelle: Benjamin Barz
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Rostock

520 Vorschläge – und noch viel mehr Meinungen: Der Iga-Park in Schmarl soll einen neuen Namen bekommen und die Rostocker diskutieren kräftig mit. Innerhalb von nur einer Woche haben sich mehr als 1100 Menschen an der großen Namens-Umfrage der OZ im Internet beteiligt. Ganz weit vorne in der Gunst der Teilnehmer liegt der Name „Neptun-Park“.

Neues Konzept, neuer Name

16 Jahre nach der Internationalen Gartenbauausstellung (Iga) soll der Park umbenannt werden – weil der Iga-Park nun einmal kein Ausstellungsgelände mehr ist. Erst zu Jahresbeginn hatte die Hansestadt den Eintritt für das Areal abgeschafft. Im Rathaus laufen Planungen für den Bau eines neuen Maritimen Museums am Warnowufer – in direkter Nachbarschaft zum Traditionsschiff, welches nach dem Bürgerentscheid dauerhaft in Schmarl bleiben soll. Neue Gastronomische Angebote, mehr Sporteinrichtungen, der Bau einer Eis- und Schwimmhalle für alle Rostocker: „Der Iga-Park wird sich grundlegend verändern“, sagt Park-Geschäftsführer Matthias Horn. Deshalb haben Hansestadt und Aufsichtsrat entschieden, dass auch ein neuer Name her soll.

Neptun-Park holt 355 Stimmen

Von den ersten Vorschlägen kommt der Name „Neptun-Park“ bei den OZ-Lesern besonders gut an: 355 der insgesamt 1137 Teilnehmer stimmten für diese Idee. Immerhin 31,2 Prozent. Deutlich weniger Stimmen bekamen die anderen Namen: Nur 12,3 Prozent entschieden sich für „Tradi-Park“, 6,3 Prozent für „Nordwest-Park“ und lediglich 4,7 Prozent für „Roland-Methling-Park“. Aber: 516 Leser – fast die Hälfte aller Teilnehmer – reichten eigene Vorschläge ein.

Historisch bis „abgefahren“

Und die Rostocker beweisen bei der Namensfindung für den Iga-Park jede Menge Kreativität – und Heimatliebe: Denn zu den häufigsten Vorschlägen gehören Namen von berühmten Rostockern, die so geehrt werden sollen. Gleich mehrfach wurde beispielsweise der Vorschlag „Michael-Tryanowski-Park“ eingereicht. Dem „Spielmann-Opa“ und Rostocker Original, der im Sommer 2018 verstarb, wollen die Leser ein Denkmal am Schmarler Ufer setzen. Tryanowski ist aber nicht die einzige lokale Berühmtheit, die als Namenspatron im Rennen ist. Auch Horst Köbbert, der bekannte und 2014 verstorbene Rostocker Unterhaltungskünstler, Sänger und Fernsehmoderator, Ex-Bundespräsident Joachim Gauck und Rapper Marten Laciny (besser bekannt unter seinem Künstlernamen Marteria) sind im Rennen.

Besonders häufig wurden „Ostsee-Park“ und „Warnow-Park“ als Idee eingereicht. „Das könnte aber Probleme geben. Denn so heißen bereits zwei großen Einkaufszentren in der Region“, sagt Chris Günther (CDU), die Aufsichtsratsvorsitzende des Iga-Parks. Unproblematischer seien da die historischen Vorschläge – „Niklotpark“ etwa als Erinnerung an den Slawenfürsten, der einst auch über Rostock herrschte, oder „Huga-Baum-Park“ als Reminiszenz an einen der größten Botaniker der Stadtgeschichte. „Auch ,Breitlingpark’ ist möglich. Und auch die Vorschläge ,Bürgerpark’ oder ,Stadtpark’ haben einen gewissen Charme – weil dadurch klar werden würde, dass dies ein Park für ganz Rostock sein soll“, so Günther. Sie ist total begeistert: „Eine Frau hat gleich zwölf Ideen geliefert. Viele Rostocker haben sich wirklich Mühe gemacht bei der Namensfindung.“ Noch bis Ende des Monats nimmt der Iga-Park-Aufsichtsrat Vorschläge entgegen (via E-Mail: chris.guenther@rostock.de).

Kritik aus dem Internet

Doch es gibt auch Stimmen, die fordern, dass in Schmarl alles beim Alten bleiben soll. Auf der OZ-Seite bei Facebook beispielsweise schreibt Alissa Sophie Westphal deutlich zur Namensdebatte: „Iga Park und Basta!“ Und Steffi Borowski meint: „Wozu jetzt ein neuer Name? Der Park soll weiter Iga-Park heißen. Das ist doch absolut unnötig.“ Das sieht Dagmar Krauße ganz ähnlich. Die Umbenennung sei „totaler Quatsch“: „Jeder kennt den Park unter seinem jetzigen Namen. Alles andere kostet wieder nur unnütz Euro.“

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Andreas Meyer

12.05.2019
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