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Rostock Die Ostsee im Blick: So schön war der 4. Dünenläufer in Graal-Müritz
Mecklenburg Rostock Die Ostsee im Blick: So schön war der 4. Dünenläufer in Graal-Müritz
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08:55 11.10.2019
Der Startschuss ist gefallen: Die ersten „Dünenläufer“ (Marathon, Paarlauf und Halbmarathon) starten zur ersten Runde durch den Park. Quelle: Stefanie Büssing
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Graal-Müritz

Da kommt selbst eine Königin ins Schwitzen: Für den 4. Dünenläufer– den Wald-, Wind- und Ostseelauf, den die Tourismus- und Kur GmbH Graal-Müritz seit 2016 veranstaltet – tauschte Rhododendronkönigin Caroline Eppinger kurzerhand Pumps gegen Turnschuhe und führte die Läufer in der ersten Runde durch den Park an. Und das standesgemäß mit Kleid und Schärpe.

Die weiteren Strecken, die sich in Marathon plus (43,5 Kilometer), Paarlauf (1. Läufer 24 Kilometer, 2. Läufer 19,5 Kilometer) einen halben Dünenläufer (24 Kilometer), AOK-Erlebnislauf (9,1 Kilometer) und Staffellauf (5 x 5 Kilometer) gliedern, mussten die Sportler ohne royale Begleitung zurücklegen.

Durch den Sonnenschein gab es auch kurzfristige Anmeldungen

Angetreten waren mehr als 400 Läuferinnen und Läufer – für die Veranstalter bisheriger Teilnehmerrekord. „Wir haben schon bei den Voranmeldungen gesehen, dass wir eine neue Bestmarke knacken“, sagt Roman Ferken, Geschäftsführer der Tourismus- und Kur GmbH Graal-Müritz. „Im letzten Jahr waren es um die 320 Läufer. Durch die Sonne heute Morgen sind noch einige kurzfristige Anmeldungen dazugekommen“, freut er sich.

Bildergalerie: So schön war der 4. Dünenläufer in Graal-Müritz

So schön war der Wald-, Wind- und Ostseelauf 2019

Jacqueline Rütten (34) aus Brüggen vom Niederrhein und Jennifer Hauer (36) aus Hamburg sind extra für den Lauf angereist. „Wir gehören zum Team ’Go Girl! Run!’, einer Internetcommunity zum Thema Laufen, und sind mit einem Team von 30 Leuten aus ganz Deutschland gekommen“, erklärt Jacqueline Rütten. „Viele aus der Gruppe kannte ich vorher nur aus dem Netz, daher ist es schön, sich hier endlich mal live zu treffen“, sagt sie und lacht.

„Superschöne Laufstrecke mit wechselndem Boden“

Auch die Berliner Anke und Jeff Kischel sind für das Event aus der Hauptstadt gekommen: „Mein Mann hat die Veranstaltung vor einiger Zeit im Internet entdeckt. In diesem Jahr laufen wir schon zum zweiten Mal mit“, sagt Anke Kischel. Was beide fasziniert, ist die Landschaft: Gelaufen wird durch Küstenwälder, Moorlandschaften und entlang der Wasserkante. „Es ist eine superschöne Laufstrecke auf wechselndem Boden. In Berlin laufen wir vor allem auf Asphalt“, sagt Anke Kischel, die eine Woche zuvor bereits den Berlin-Marathon absolvierte. „Es gibt viele große Laufveranstaltungen, die kleinen machen uns aber mehr Spaß, weil sie familiärer sind“, fügt ihr Mann Jeff hinzu.

„Bei den Stadtläufen geht es vielen vor allem um Geschwindigkeiten und Bestzeiten“, hat auch Moderator Arne Welanz beobachtet, der regelmäßig Laufveranstaltungen moderiert, darunter den Rostocker Citylauf und den Berlin-Marathon. „Beim Dünenläufer geht es in erster Linie darum, die Natur zu erleben, daher ist die Stimmung hier viel entspannter.“

Laufevent für Aktiv-Urlauber

Genau das war auch die Intention der Organisatoren vor vier Jahren. „Der Grundstein ist natürlich durch die facettenreiche Natur gelegt worden“, sagt Ferken. „Zur einen Seite die Ostsee, im südlichen Bereich die Rostocker Heide mit dem Ribnitzer Moor, daraus musste man einfach etwas machen“, sagt er. So sei die Idee entstanden, ein Laufevent für Aktiv-Urlauber zu etablieren.

Damit jeder mitlaufen könne, seien die Läufe in verschiedene Distanzen unterteilt. Neu in diesem Jahr ist der Paarlauf. „Alle, die noch keinen Marathon laufen können, haben nun die Möglichkeit, sich einen Marathon zu teilen – egal ob als Paar oder Freunde. Und man kann trotzdem sagen, man ist einen Marathon gelaufen, ohne zu schwindeln“, sagt Ferken und lacht. Für das Event mit buntem Begleitprogramm reisten die Gäste aus ganz Deutschland an. „Wir haben Läufer aus München, aus Hamburg, aus Leipzig oder Dresden“, so Ferken.

Sieger ist ein Wiederholungstäter

Natürlich kommen auch hiesige Gäste, wie Jochen und Christiane Kaap aus Gelbensande, die mit Schwiegertochter Ann und den Enkeln Oskar (12) und August (8) gekommen waren, um Tochter Catharina und Sohn Torsten anzufeuern. „Ich finde es toll, wie gut alles organisiert ist, das ist sicher nicht das letzte Mal, dass wir herkommen“, sagt Christiane Kaap.

Auch Martin Schulz ist Wiederholungstäter. „Ich habe im letzten Jahr beim Erlebnislauf den dritten Platz belegt, den zweiten nur knapp verfehlt und wollte mich in diesem Jahr verbessern“, verrät der Rostocker. Und das gelingt: Der 47-Jährige vom Triathlonclub Fiko Rostock mit der Startnummer 476 legt die Strecke von 9,1 Kilometern in etwas mehr als 36 Minuten zurück und ist der erste, der durchs Ziel läuft. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, sagt er und lacht.

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