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Rostock Rövershagen: Bei Karl kullern die Kürbisse
Mecklenburg Rostock Rövershagen: Bei Karl kullern die Kürbisse
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19:19 09.09.2019
9000 Kürbisse: So viele sind in diesen beiden Kunstwerken – den Boxern und der Surferin – verbaut. Zu sehen sind sie bis 3. November in Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen. Quelle: Karls Erlebnis-Dorf
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Rövershagen

Kürbisse wohin man guckt! Wer in diesen Tagen Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen besucht, wird dort, wo im Sommer die Erdbeeren dominieren, von einem farbenfrohen Kürbis-Meer begrüßt. Von weiß über grün bis gelb und orange erstreckt es sich vor dem Haupteingang. Seit dem 7. September spielt das herbstliche Fruchtgemüse in sämtlichen Bereichen des Erlebnis-Dorfs die Hauptrolle.

Ungewöhnlicher Gaumenschmaus: Kürbis-Calzone, Kürbis-Latte und Kürbis-Eis

„Unser Highlight ist das Kürbis-Food-Festival, das wir zum ersten Mal ins Leben gerufen haben“, berichtet Marketingleiterin Nadja Schriever stolz. Acht Köstlichkeiten werden in diesem Rahmen in den zahlreichen Gaststätten angeboten: Von herzhaft bis süß ist alles dabei, seien es einfache Kürbis-Pommes, eine raffinierte Kürbis-Calzone, ein saftiger Kürbis-Gugelhupf mit Kürbis-Maracuja-Eis oder ein außergewöhnlicher Kürbis-Spicy Latte. „Wir wollen auch Kürbismuffeln zeigen, dass das Fruchtgemüse lecker schmecken kann“, bekräftigt Schriever. Zubereitet werde weitestgehend alles selbst, wie zum Beispiel das Eis in der hauseigenen Manufaktur.

Für das Food-Festival, das – wie die gesamte Kürbis-Saison bei Karls - bis 3. November andauert, können die Besucher online oder vor Ort ein Ticket erwerben, in dem jedes Gericht einmal enthalten ist. Das Ticket sei nicht nur in Rövershagen, sondern auch in den Standorten in Zirkow auf Rügen, Koserow auf Usedom, Elstal bei Berlin und Warnsdorf bei Lübeck gültig und sei auf andere Personen übertragbar, erklärt sich Schriever.

Tipp: Fruchtig-würzige Hokkaido-Kürbis-Suppe

Nadja Schriever von Karls Erlebnis-Dorf verrät ihr liebstes Kürbis-Rezept.

Zutaten für vier Personen:

1 Hokkaido-Kürbis

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 Stück Ingwer, frisch

1 EL Honig

1 TL Currypulver

200 ml Orangensaft

1 Liter Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer, Muskat

1. Schritt:Zwiebeln, Knoblauchzehen und Ingwer schälen und anschließend in feine Würfel schneiden. Hokkaido waschen und vom Stängel befreien. Anschließend halbieren, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden.

2. Schritt:In einem großen Topf die Butter aufschäumen lassen und darin die Zwiebel-, Ingwer- und Knoblauchwürfel glasig andünsten. Nun den Hokkaido, Honig und Currypulver zugeben und kurz andünsten. Mit Orangensaft ablöschen und rund fünf Minuten einkochen lassen. Dann die Brühe zugießen und alles bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen.

3. Schritt:Anschließend die Suppe mit einem Stabmixer fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

50 Minuten Zubereitungszeit. Guten Appetit!

Riesen aus Kürbissen verkörpern olympische Spiele

Betritt man den Außenbereich des Erlebnis-Dorfs, entdeckt man die nächste Besonderheit: Drei bis zu fünf Meter große Figuren aus Kürbissen – einen Gewichtheber, zwei Boxer im Ring und eine Surferin auf der Welle. „Angemietet haben wir die Figuren von einer Schweizer Firma, die solche Konstruktionen weltweit anbietet“, erzählt die Marketingleiterin. Gefertigt sind sie aus einer Holz-Grundkonstruktion und stabilem Draht, auf den das Fruchtgemüse dann am Stiel aufgespießt wird. Drei Tage habe der Aufbau gedauert. Kein Wunder, denn allein bei der Surferin seien 6500 Kürbisse verarbeitet.

„Insgesamt haben wir zehn Figuren, verteilt auf alle Erlebnis-Dörfer, die Sportarten der Olympischen Spiele abbilden. Da unser Standort bei Elstal in der Nähe des ehemaligen Olympischen Dorfs von 1936 ist, haben wir gedacht, das Motto passt gut“, erklärt Schriever genauer. Zum 100-jährigen Jubiläum von Karls im Jahr 2021 plane man individuell angefertigte Figuren auszustellen. Die Besucher sind aber schon jetzt begeistert von den Kunstwerken. „Ich habe so etwas noch nie gesehen und finde die Idee witzig. Was man aus Kürbissen nicht alles machen kann“, meint Peggy Kaiser (40) aus Leipzig. Und auch Familie Rode aus Hamburg freut sich: „Wir kommen gern zu Karls, wenn wir in der Gegend sind. Die Figuren sind mal etwas anderes und hübsch anzuschauen“, sagt Mama Karina (33). Zusätzlich können Besucher in der Sortenschau etliche besondere und seltene Arten der Kürbisgewächse bestaunen.

Der kalendarische Herbst-Anfang liegt bereits hinter uns, der meteorologische folgt am 23. September. Auch in Rövershagen hat der Herbst bereits Einzug gehalten – in Form von Kürbissen.

Kürbis-Schnitzen für die Kleinen

Neben den Neuheiten bleibt aber auch das Altbewährte, wie zum Beispiel der Kürbis-Markt. Dort werden zwölf Sorten zum Verzehr angeboten – von den klassischen Hokkaido- und Butternut-Kürbissen bis zu witzig klingenden Kürbissorten, wie dem Mikrowellen-Kürbis, dem Baby-Boo oder dem Blauen Ungarn. Aber auch Zier-Kürbisse und große „Halloween“-Kürbisse zum Schnitzen werden angeboten. „Bei uns können Kinder auch gleich Hand anlegen und sich an der Schnitzerei versuchen. Natürlich bekommen sie von uns Werkzeug, Vorlagen und eine kurze Einweisung“, berichtet Schriever.

Kürbis-Food-Festival als Testlauf für Größeres

Seit vier Wochen laufe die Kürbis-Ernte, wie Landwirt Herwig Elgeti aus Broderstorf bei Rostock mitteilt. „Dieses Jahr ist die Ernte in Mecklenburg aber bei Weitem nicht so ertragreich wie im letzten Jahr“, bedauert er. Schuld sei die Witterung. Generell sei der Kürbis-Anbau aber nicht kompliziert. Karls beziehe seine Ess- und Zier-Kürbisse alle aus Brandenburg, wo die Ernte hingegen gut verlief. „Zum Glück, wir haben einen hohen Bedarf, den wir schon frühzeitig anmelden müssen“, erklärt die Marketingleiterin. Denn die Kürbisse werden nicht nur verkauft, sondern in den Maufakturen auch verarbeitet. So kann man im Erlebnis-Dorf unter anderem den Kürbis-Traum – eine Art Chutney –, Apfel-Kürbis-Marmelade, Kürbisbrot oder -marmelade kaufen. „Wir versuchen, das Herbst-Thema in alle Bereiche einfließen zu lassen“, betont die Marketingleiterin. Das Kürbis-Food-Festival sei nur die Spitze des Eisbergs. „Und ein Testlauf für ein weitaus größeres Erdbeer-Food-Festival, das wir für nächsten Sommer planen“, wie sie abschließend verrät.

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