Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Geld verdienen mit Spaß: Das sind die coolsten Ferienjobs in MV
Mecklenburg Rostock Geld verdienen mit Spaß: Das sind die coolsten Ferienjobs in MV
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 27.07.2019
Elias Boddin (18) hat seinen perfekten Ferienjob gefunden: Er arbeitet bei Supremesurf in Warnemünde als Surflehrer. Quelle: Frank Söllner
Rostock

Sommerferien bedeuten eigentlich Freizeit, Urlaub und jede Menge Spaß. Viele Schüler nutzen die Zeit aber auch gerne, um sich etwas Geld dazuzuverdienen. Ferienjobs sind daher gefragt und nicht immer leicht zu bekommen – gerade für unter 18-Jährige ist das Angebot rar.

Die Klassiker unter ihnen sind Warenverräumer im Supermarkt, Verkäufer im Einzelhandel oder Servicekraft in der Gastronomie. Doch es gibt auch einige Jobs für Schüler, die neben dem Geld einen gewissen „Fun-Faktor“ mit sich bringen.

Bildergalerie: Diese Ferienjobs in MV machen Laune

Egal ob Eisverkäufer, Schauspieler, Surflehrer oder Mitarbeiter einer der größten deutschen Forschungseinrichtungen – Geld verdienen kann auch Spaß machen, wie diese Schülerjobs beweisen.

Eisverkauf inklusive Verkostung

Wer Eis mag, ist in der Rostocker „Eiswerkstatt“ genau richtig. Denn dort darf man das legendäre DDR-Eis nicht nur verkaufen, sondern auch verkosten. „Wer bei uns arbeitet, darf kostenfrei naschen – das ist doch klar“, sagt Mitarbeiterin Christiane Kühlbach mit einem Zwinkern. Ab 16 Jahren darf man einsteigen: „Im ersten Jahr zahlen wir 6,50 Euro pro Stunde, im zweiten 7,50 Euro und ab 18 natürlich den Mindestlohn“, informiert Kühlbach. Bewerben sollte man sich allerdings nicht zu spät – spätestens bis April –, denn die sechs Jobs als Ferienarbeiter sind begehrt.

Bewerbung an: buero@eiswerkstatt-rostock.de

Forschungsobjekte begleiten

Wissenschaftlich interessierte Jugendliche können sich zum Beispiel an die Fraunhofer-Einrichtung für Großstrukturen in der Produktionstechnik (IGP) in Rostock wenden. Das Institut bietet in kleinem Rahmen Ferienarbeit an. „Da für die Schüler eine gute Betreuung gewährleistet sein muss, können wir nicht so viele beschäftigen“, erklärt Melanie Gragert, Personalreferentin des IGP. Die Aufgabenbereiche liegen sowohl im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) als auch im Labor. „Dokumentations-Hilfsarbeiten am PC oder vorbereitende Labor-Arbeiten sind die üblichen Aufgaben“, berichtet Nikolai Glück, Leiter der Abteilung „Neue Werkstoffe“. Das Interessante ist, dass die Schüler indirekt an den Forschungsobjekten mitarbeiten und genaue Einblicke erlangen. Vergütet werden sie mit 9,29 Euro pro Stunde.

Bewerbung an: personal@igp.fraunhofer.de

Ferienjob mit Wasserspaß

Draußen und am Wasser spielen sich die Ferienjobs in Körks Strandarena ab. Die Wasserski-Anlage in Körkwitz bei Ribnitz-Damgarten bietet die Möglichkeit, ab 14 Jahren zu jobben. Dann sind nur Arbeiten wie Neopren-Anzüge reinigen und Wasserski wegräumen sowie in der Gaststätte aushelfen erlaubt. Ab 18 darf man auch Kassentätigkeiten übernehmen. „Toll für die Schüler ist, dass sie die Bahn kostenfrei nutzen dürfen, wenn sie für uns arbeiten“, erzählt Anna Kayser, Betriebsleiterin der Arena. Was die Bezahlung betrifft, orientieren sie sich an dem Tarif des Hotel- und Gaststättenverbandes, wie Kayser sagt, der knapp über dem Mindestlohn liegt. Schon jetzt kann man sich für die Sommerferien 2020 bewerben.

Bewerbung an: ak@koerks.de

Kostenlos auf Festivals

Für Wasser-Fans bietet auch „Supremesurf“ aus Rostock coole Jobs – allerdings erst ab 18 Jahren. „Man kann uns in unseren Surfschulen in Warnemünde oder Saal als Surflehrer unterstützen oder im Verkauf und der Vermietung tätig sein“, berichtet Geraldine Tobón von „Supremesurf“. Gerade wenn die Sonne scheint, gebe es wohl kaum Besseres, als so seine Taschen zu füllen, meint sie. Die Eventfirma des Unternehmens organisiert zudem die Festivals „Pangea“ in Pütnitz und „Zuparken“ in Kägsdorf bei Kühlungsborn. Dort kann man „Supremesurf“ beim Auf- und Abbau, der Vorbereitung und der Durchführung der Veranstaltungen helfen. So erarbeitet man sich sein Festivalticket. Je nachdem, wie viel man arbeiten möchte, wird man zusätzlich entsprechend entlohnt. „Für den Aufbau gibt es einen festen Tagessatz. Da diese Jobs begehrter als eine Kugel Eis an heißen Tagen sind, sollte man sich so früh wie möglich bewerben“, bekräftigt Tobón. Wer genauere Auskunft über die Entlohnung haben möchte, könne sich jederzeit im Büro von „Supremesurf“ melden.

Bewerbung gern persönlich im Shop (Am Strande 2e in Rostock).

Mindestalter und Arbeitszeiten: Unter diesen Bedingungen darf man in den Ferien jobben

Ferienjobs sind nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) ab 13 Jahren erlaubt. Jedoch dürfen Kinder maximal vier Wochen im Jahr und höchstens zwei Stunden pro Tag jobben, die zwischen 8 und 18 Uhr liegen. Außerdem ist die Einverständniserklärung der Eltern zwingend notwendig. Zudem ist nur leichte Ferienarbeit gestattet, wie beispielsweise Zeitungen austragen oder Babysitten.

Ab 15 Jahren gilt man laut JArbSchG als Jugendlicher und darf einen Vollzeit-Ferienjob annehmen, solange dieser vier Wochen im Jahr nicht überschreitet. Die Arbeitszeit muss zwischen 6 und 20 Uhr liegen und darf acht Stunden pro Tag sowie 40 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Sonn- und Feiertagsarbeit ist untersagt, in diversen Branchen, wie Pflege, Landwirtschaft und Gastronomie, gelten jedoch Ausnahmebestimmungen.

In der Zeit von 5 bis 21, in Gaststätten bis 22 Uhr, darf man ab 16 Jahren tätig sein – während der Erntezeit in der Landwirtschaft sogar bis neun Stunden täglich. Für alle beruflichen Ausübungen gilt: Sie dürfen die Gesundheit sowie die schulische Ausbildung der Jugendlichen nicht beeinträchtigen. Akkord- und Nachtarbeit ist beispielsweise untersagt.

Auf der großen Bühne

Ein Ferienjob der anderen Art erwartet alle Schauspielbegeisterten auf Rügen: Kleindarsteller bei den Störtebeker Festspielen in Ralswiek. Wer mitmachen möchte, verpflichtet sich von Mai bis September, fester Bestandteil der Crew zu sein. „Fünf Wochen wird zunächst geprobt, dann steht man elf Wochen lang jeden Abend von 20 bis 22.30 Uhr auf der Bühne“, erklärt Geschäftsführerin Anna-Theresa Hick. Als Magd, Ritter, Soldat, Pirat, Hebamme, Nonne und vieles mehr kann man zum Einsatz kommen. Bei Schülern müssten lediglich der Schuldirektor, der Kinderarzt sowie die Eltern einwilligen. „Wer bei uns mitmacht, tut es wegen der Freude am Theater, denn verdient werden lediglich 450 Euro im Monat. Das einmalige Gefühl, Teil des Teams zu sein und vor großem Publikum zu stehen, begeistert“, betont Hick.

Weitere Infos per Mail: casting@stoertebeker.de

Einsatz rund ums Jahr

Nicht nur in den Ferien, sondern sogar ganzjährig kann man ab 16 Jahren bei „Karls“ arbeiten. Sowohl in „Karls Erlebnisdorf“ in Rövershagen bei Rostock als auch in den Standorten „Pier7“ in Warnemünde, in Zirkow auf Rügen und Koserow auf Usedom findet man Einsatzorte – egal ob in der Gastronomie, dem Handel, den Manufakturen, den Verkostungsstationen oder dem Erlebnisbereich. „Bewerben kann man sich ganz einfach über unsere Job-Seite im Netz“, erklärt Ulrike Dahl, Personal-Geschäftsleiterin. Meist online via WhatsApp-Video findet dann ein Vorstellungsgespräch statt. Bekommt man die Stelle, arbeitet man sich eineinhalb Stunden in Karls Akademie, einem Online-Programm, ein, um bestens vorbereitet zu sein. Verdient werden 9,50 Euro pro Stunde sowie ein Sonn- und Feiertagszuschlag von 2,50 Euro netto.

Bewerbung auf: www.karls.de/jobs

Maria Baumgärtel

Im Live-Countdown berichten wir täglich alle Infos rund um die Sail: Die OSTSEE-ZEITUNG sucht das Traumschiff der OZ-Leser. Bis zum 31. Juli stehen fünf Schiffe zur Wahl.

30.07.2019

Pinguin-Küken, Äffchen und Co. – In Mecklenburgs Tierparks und Zoos ist tierisch viel los. Wir werfen einen Blick in die Kinderstuben: Hier können Sie den niedlichsten Nachwuchs entdecken.

27.07.2019

Das Forstamt verstärkt die Kontrollgänge am Wochenende. Auch am Strand dürfen keine Feuer entfacht werden. Viele unterschätzen die Gefahr jedoch. Die Bevölkerung ist daher zur Mithilfe aufgerufen.

27.07.2019