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Rostock Die nächste Reform: Landkreis verliert sein Straßenbauamt
Mecklenburg Rostock Die nächste Reform: Landkreis verliert sein Straßenbauamt
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11:01 27.09.2014
Nachtbaustelle an der Todeskurve in Bad Doberan: Dafür war noch das Straßenbauamt Güstrow verantwortlich. Doch die Behörde wird aufgelöst.
Nachtbaustelle an der Todeskurve in Bad Doberan: Dafür war noch das Straßenbauamt Güstrow verantwortlich. Doch die Behörde wird aufgelöst. Quelle: Andreas Meyer
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Güstrow

Wieder trifft eine Landesreform den Landkreis Rostock hart – und wieder verliert die Region Kompetenzen und Aufgaben: Nach der Kreisreform und der drohenden Schließung des Amtsgerichtes in Bad Doberan, ist nun das Straßenbauamt Güstrow von Umstrukturierungsplänen betroffen. Schon ab dem 1. Januar 2015 wird es die Behörde in der Kreisstadt so nicht mehr geben. Für alle Bundes- und Landesstraße im Landkreis ist ab dann Stralsund zuständig. Das bestätigte das Verkehrsministerium in Schwerin der OZ auf Anfrage. Vor allem im Nordkreis – in der Region rund um Doberan – fürchten die Kommunen nun Probleme bei Straßenbau und -unterhaltung.

„Ja, wir wollen die Straßenbauverwaltung neu aufstellen. Dazu werden die Zuständigkeiten an die Kreisgrenzen angepasst und wir richten die Ämter zudem an den veränderten Aufgaben aus“, sagt Karen Reinschmidt-Schilling, die Sprecherin von Verkehrsminister Christian Pegel (SPD). Konkret heißt das: Schwerin geht davon aus, dass die Zeit der großen Neubau-Projekte im Land vorbei ist. „Dafür werden wir mehr Erhaltungsmaßnahmen betreuen müssen.“ Und außerdem: Das Land will Geld sparen. In den Straßenbauämtern soll bis 2020 jede 20. Stelle gestrichen werden. „Laut Personalkonzept des Landes wollen wir von 1382 Stellen runter auf 1306“, sagt Reinschmidt-Schilling. Das würde der Landeskasse in acht Jahren fast vier Millionen Euro sparen.



Andreas Meyer