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Rostock Draußen vor dem Ostseestadion: Partystimmung trotz Karten-Ärger
Mecklenburg Rostock Draußen vor dem Ostseestadion: Partystimmung trotz Karten-Ärger
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17:16 17.06.2019
Lassen sich die gute Laune trotzdem nicht nehmen: Antje Grube (52) und Tochter Michelle Grube (27) aus Rostock haben keine Karten mehr bekommen. Quelle: Julia Kaiser
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Rostock

Antje und Michelle Grube haben bis zuletzt gehofft, beim Mega-Konzert von Rammstein in Rostock dabei zu sein. Sie standen sogar kurz davor, auf den letzten Drücker noch eine Karte für das ausverkaufte Konzert zu ergattern – doch sie scheiterten ausgerechnet an einem kleinen Detail, auf das sie nicht vorbereitet waren: „An der Abendkasse haben sie nur Barzahlung akzeptiert. Aber wer rennt denn bitteschön mit 200 Euro rum?“, fragte Antje.

Obwohl für das eigentlich seit Monaten ausverkaufte Konzert am Sonntagabend tatsächlich noch Resttickets an der Abendkasse verkauft wurden, gingen zahlreiche Fans wie die Grubes am Ende leer aus. Sie ließen sich die Laune dennoch nicht vermiesen und verbrachten den Abend mit Hunderten Menschen auf dem Stadion-Vorplatz. Fans und Schaulustige genossen die Abendsonne, summten die Hits mit, tranken Bier und zückten ihre Smartphones, sobald Rauch der Feuershow aus dem Stadion steigt.

Die besten Fotos vom Rammstein-Konzert in Rostock:

Auf ihrer Stadion-Tour machte Rammstein Station in Rostock

Gute Stimmung statt Risiko

So auch Svetlana Vegvert (42) aus Rostock. „Die Tickets waren so schnell abgegriffen. Auf mehreren Webseiten lagen die Preise dann zwischen 500 und 1000 Euro“, erzählte die gebürtige Russin. Bei den Karten handelte es sich um ausschließlich personalisierte Tickets. Das bedeutet, jedes Ticket wurde mit einem Namen versehen. Die Konzertbesucher mussten zudem einen gültigen Ausweis mit sich führen. „Ich liebe Rammstein, aber da es ja individuelle Tickets sind, war mir das Risiko für Schwarzmarkt-Tickets zu groß“, meinte Svetlana.

Freund und Helfer – Troubleshooting

Aber auch bei herkömmlich erworbenen Karten gab es Probleme: Das Ticket von Vincent Sacher (34) war ein Geschenk. Aber seine Karte war auf den Namens des Käufers – auf seinen Kumpel – ausgestellt. Das Troubleshooting, die Zufluchtsstation für Ticket-Probleme, konnte die Daten zwar umschreiben. Jedoch wurde eine Gebühr von zehn Euro dafür erhoben. Darüber ärgerte sich der Hamburger maßlos.

Doch einige konnten sich in letzter Sekunde freuen: Aufgrund von Krankheit konnte die Frau von Tobi Holter (37) aus Schwerin nicht mitfeiern – doch sie hat Glück im Unglück und bleibt nicht auf den Kosten sitzen. Die auf Frau Holter ausgestellte Karte konnte am Troubleshooting-Stand auf Ute Hundsdörfer (59) umgeschrieben werden. „Mein Mann hat schon vorher eine Karte bekommen – ich bin spontan mitgekommen und wollte mal schauen, was passiert“, freute sich Ute. Nun konnte es losgehen.

Ute Hundsdörfer (59,l.) freut sich über die Karte der Holters aus Schwerin.  Quelle: Julia Kaiser

Der Liveticker zum Nachlesen: Rammstein im Ostseestadion

„Musik verbindet“

Trotz der Problemchen hier und da überwog bei den meisten Leuten die Euphorie über das Großereignis: Drei Freunde aus Göteborg waren extra nach Rostock gereist, um Rammstein einmal live zu sehen. Andere organisierten Treffen mit alten Bekannten von Festivals und reisten aus ganz Deutschland zum Ostseestadion.

Die Eheleute Bedürftig aus Bremen haben ihr Wohnmobil schon am Samstag vorm Stadion geparkt. „Wir sind für die Stimmung gekommen“, erzählte Britta Bedürftig (52). Was ihr am besten gefällt: Die Verbundenheit der Fans. „Alle sind lieb und friedlich“, sagt die Bremerin. Über Neujahr war das Ehepaar in Mexiko und hat dort die Band spielen gesehen. „Da sehen die Leute ein Rammstein-Shirt und sprechen dich sofort an. Nationalität spielt keine Rolle. Musik verbindet,“ erzählte Britta vom Konzert in der Silvesternacht.

Britta Bedüftig (52) und Olaf Bedürftig (53) sind aus Bremen extra mit ihrem Wohnmobil angereist. Quelle: Julia Kaiser

Alte Klassiker oder neues Album?

„Ich freue mich vor allem auf ,Sonne’“, verkündete Philine Siegfried (26) aus Wismar vor dem Konzert. Sie sei mit Rammstein aufgewachsen. „Ich verbinde den Song mit meiner Kindheit. Meine Eltern haben früher im Auto immer Rammstein gehört“. Ihre Freundin Anne Hackbarth (30) ergänzte: „,Sonne’ ist schon geil, aber ich freue mich am meisten auf ,Puppe’ vom neuen Album.“

Anne Hackbarth (30) und Philine Siegfried (26) aus Wismar freuen sich auf ein unvergessliches Konzert. Quelle: Julia Kaiser

Julia Kaiser

Nach mehr als zwölf Jahren kehrte Dr. Thomas Schmitz im Februar als Geschäftsführer des Yara-Düngemittelwerks in Poppendorf (Landkreis Rostock) zurück. Zuvor hat er unter anderem in Katar für das Unternehmen gearbeitet. Ein Resümee des 58-Jährigen nach 100 Tagen in Amt und Würden.

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