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Rostock Droht ein erneutes Chaos beim Ersatzverkehr?
Mecklenburg Rostock Droht ein erneutes Chaos beim Ersatzverkehr?
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21:39 27.02.2019
Bahnhof Warnemünde Quelle: Johanna Hegermann
Rostock

 Sperrung auf der S-Bahnlinie zwischen Marienehe und Warnemünde: Ab dem 9. März verkehren auf dieser Strecke keine Züge. Passagiere müssen auf Busse ausweichen – was die Fahrt verlängert. Bei einigen Rostockern steigt bereits jetzt die Angst vor einem erneuten Chaos, wie im Oktober vergangenen Jahres (die OZ berichtete). „Ich bin mehrmals zu spät zur Arbeit gekommen, weil ich den Anschluss nicht mehr erwischt habe. Dabei bin ich deutlich früher losgefahren“, berichtet Maria Lehmann. Diesmal möchte es die 27-Jährige nicht so weit kommen lassen. „Ich werde mir für die Zeit das Auto meiner Mutter leihen. Ich bin es leid, mich auf die Bahn verlassen zu müssen“, sagt die Warnemünderin.

Auch Gregor Fröhlich hat in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit dem Schienenersatzverkehr gemacht. „Mir tun vor allem Menschen mit Behinderungen leid. Ich habe beim letzten Mal mitbekommen, dass Personen im Rollstuhl einfach an der Haltestelle stehen gelassen wurden“, erinnert sich der Student. Der Grund dafür: Die Deutsche Bahn setzte im Herbst überwiegend Reisebusse ein, die keinen Platz für Kinderwagen und Co. boten. Auch Senioren hatten es schwer, die Stufen hinaufzukommen. „Das geht gar nicht“, findet Fröhlich.

Deutsche Bahn verspricht Änderungen

Damit so etwas nicht noch einmal passiert, setzt die Bahn im März vermehrt auf Niederflurbusse. Auch die Fahrzeiten seien angepasst worden. Dadurch solle der Anschluss an die S-Bahn auch bei Verzögerungen im Straßenverkehr gewährleistet werden. Außerdem gebe es Änderungen in der Streckenführung, wie die Deutsche Bahn bestätigt. Aufgrund der Baustelle zwischen Evershagen und Marienehe habe man sich dazu entschieden, eine neue Route zu wählen, welche die Fahrzeit verkürzt. Alle S-Bahnhöfe sollen bedient werden. Vom Rostocker Hauptbahnhof aus würden die Züge tagsüber in einem Takt von 15 Minuten fahren. Die Ersatzbusse halten weiterhin in Marienehe an der Wendeschleife, östlich der S-Bahnstrecke. Umsteiger zur Straßenbahn müssen dann den Weg über die Brücke nehmen.

Das Konzept für den Schienenersatzverkehr sei in Absprache mit dem Verkehrsverbund Warnow, der Hanse- und Universitätsstadt und der Rostocker Straßenbahn AG entstanden. Gemeinsam werteten sie die Erfahrungen aus dem vergangenen Herbst aus und passten die Pläne an. Die Reisezeit soll damit verlässlicher und der Anschluss zu den anderen öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb Rostocks gesichert werden.

Umbauarbeiten am Bahnhof Warnemünde

Im Rahmen des Umbaus am Bahnhof werden die Arbeiten an Oberleitung, Signal- und Kabelanlagen fortgesetzt. „Das Anpassen der Gleisanlagen ermöglicht es auch, dass im Oktober – wenn weitere Arbeiten folgen – der S-BahnVerkehr bis Warnemünde Werft erfolgen kann“, erklärt Gisbert Gahler von der Deutsche Bahn. Der Streckenabschnitt zwischen Marienehe und Warnemünde muss daher bis zum 31. März gesperrt werden

„Das ist schon blöd, wenn die Züge ausfallen. S-Bahn-Fahren ist toll. Da ist es warm, weich und man kommt schnell voran“, sagt Hans-Heinrich Stüve. „Als Rentner ist es egal, wenn es ein bisschen länger dauert, da tuckert man so durch die Gegend. Hat man jedoch einen Termin, ist es natürlich nicht so toll.“ Die Deutsche Bahn weist daher darauf hin, dass sich Reisende sowohl auf den Stationen als auch im Internet oder unter der folgenden Telefonnummer 0385 750-2405 informieren können.

Susanne Gidzinski

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