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Rostock Dürre und Brände: Mehr Einsätze für Rostocks Feuerwehren
Mecklenburg Rostock Dürre und Brände: Mehr Einsätze für Rostocks Feuerwehren
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09:30 24.03.2019
Fast 100 Feuerwehr-Leute kamen zur Jahresversammlung des Stadtfeuerwehrverbandes Rostock. Quelle: Andreas Meyer
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Rostock

 Die Stimmung bei Rostocks ehrenamtlichen Retter ist gut. Jedenfalls besser als noch vor einigen Jahren. Und das kommt ein Stück weit überraschend: Denn hinter den Freiwilligen Feuerwehren in Rostock liegt ein anstrengendes Jahr: „Wir hatten 2018 fast 100 Einsätze mehr zu bewältigen als noch im Vorjahr“, zog Stadtbrandmeister Uwe Eberhardt am Sonnabend auf der Jahresversammlung der Rostocker Feuerwehren Bilanz.

Fünf Wehren, 220 Aktive

Insgesamt fünf Freiwillige Feuerwehren gibt es in der Hansestadt – in Warnemünde und der Stadtmitte, in Gehlsdorf, Groß Klein und Hinrichshagen. Gut 220 Männer und Frauen, so Eberhardt, sind derzeit im aktiven Dienst. Sie rücken aus zu Unfällen, Bränden und auch technischen Hilfeleistungen. 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag. „Die Stärke von uns Ehrenamtler ist: Wir sind da, wenn wir gebraucht werden – quasi auf Knopfdruck.“ Und 2018 wurden sie gebraucht.

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Nicht nur, um die 280 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr zu unterstützen: „Wir hatten allein vier Großbrände im vergangenen Jahr“, sagt Eberhardt. Die wohl spektakulärsten und intensivsten Einsätze waren die Feuerwehr auf den Recyclinghöfen in Hinrichsdorf und am Fischereihafen. „In Hinrichsdorf waren mit 100 Leuten draußen.“ Insgesamt zählt der Stadtfeuerwehrverband 757 Einsätze. „Die Trockenheit im Sommer hat uns ziemlich beansprucht.“

Mehr Ehrenamtler für Rostock

Von der steigenden Einsatzbelastung mal abgesehen, gab es auf der Jahresversammlung fast nur gute Nachrichten. Zum Beispiel, dass sich mehr und mehr Rostocker für ein Ehrenamt in der Feuerwehr entscheiden. Besonders deutlich wird das im Nachwuchsbereich: 97 Kinder und Jugendliche zählen die Nachwuchswehren an der Warnow – 18 mehr als noch Ende 2017.

Und: Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und auch der Berufsfeuerwehr habe sich in den vergangenen Monaten spürbar verbessert. Das betonen Eberhardt und auch Ordnungssenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD). Die Hansestadt bemühe sich um die Retter, sagt Eberhardt. Das werde sehr wohl wohlwollend zur Kenntnis genommen: Drei neue Fahrzeuge gab es 2018, zudem wurde in die Wachen in Hinrichshagen und Gehlsdorf investiert. Auch in Groß Klein soll sich etwas tun. Ein Zeichen: Die Ehrenamtler tragen seit dem vergangenen Jahr die selbe moderne Schutzausrüstung wie die Berufsfeuerwehr. „Eine Stadt, eine Feuerwehr. Den Menschen ist es egal, wer ihnen hilft“, so der Senator. In Zukunft sollen sich Freiwillige und Berufsfeuerwehr auch im Internet gemeinsam präsentieren.

Andreas Meyer

24.03.2019
23.03.2019
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