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Rostock Ein Haus, viele Ausbildungsberufe: Hotel Neptun stellt sich Schülern vor
Mecklenburg Rostock Ein Haus, viele Ausbildungsberufe: Hotel Neptun stellt sich Schülern vor
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22:09 26.02.2019
Monika Satzinger (25) modelliert kleine Figuren aus Marzipan. Dabei ist Geduld und Fingerspitzengefühl gefordert. Quelle: Susanne Gidzinski
Rostock

 Während sich die Besucher unterhalten und kleinen Vorträgen lauschen, ist Monika Satzinger hoch konzentriert. Aus einer klebrigen Masse formt die angehende Konditorin eine kleine Kugel, die später den Kopf einer Marzipan-Kuh darstellen soll. „Man muss ganz vorsichtig und geduldig beim Modellieren sein. Alles dauert seine Zeit“, sagt die 25-Jährige, ohne den Blick von dem Mandel-Zucker-Gemisch abzuwenden.

Sie ist eine von insgesamt 70 Azubis, die im Hotel Neptun in Warnemünde beschäftigt sind. Am Tag der Ausbildung der IHK zu Rostock verwandelte sich der große Saal des Hotels in eine kleine Jobbörse. An insgesamt sieben Stationen konnten sich die Besucher über einzelne Ausbildungsberufe informieren. Ob Hotelfachmann, Koch oder Fitnesskaufmann – alle möglichen Bereiche waren vertreten.

„Wir wollen den Schülern einen Blick hinter die Kulissen geben und ihnen die Vielfalt in dieser Branche aufzeigen“, sagt Juliane Gorski. Außerdem sei das Hotel stets auf der Suche nach Nachwuchs. „Wir bilden Fachkräfte aus, denen wir bei guten Leistungen gerne eine Übernahme garantieren.“ Die Leiterin der Aus- und Weiterbildung hat selbst vor 18 Jahren ihre Lehre im Hotel Neptun abgeschlossen und spricht aus Erfahrung.

Einer, der es ihr gleich tun möchte, ist Willi Trzeciak. Der 23-Jährige befindet sich derzeit im dritten Lehrjahr und möchte nach seinen Abschlussprüfungen im Juni weiter im Hotel Neptun arbeiten. „Als Sport- und Fitnesskaufmann kann ich meine Interessen perfekt verknüpfen. Zudem fühle ich mich hier sehr wohl “, sagt der gebürtige Berliner. „Das Zwischenmenschliche stimmt einfach.“ Zu seinen Kollegen hat er einen guten Draht, wie er sagt. Zu einem aber ganz besonders: Illias Shokotko. Die beiden Männer arbeiten nicht nur zusammen, sondern wohnen seit fast zwei Jahren in einer Wohngemeinschaft. „Wir haben uns sofort gut verstanden und sind sehr gute Freunde geworden“, sagt der 28-jährige Ukrainer.

Am anderen Ende des Saals stehen Vivien Grätz (20) und Maia Ciminski (19). Die angehenden Restaurantfachfrauen nehmen in diesem Jahr an einer Meisterschaft teil, in der sie ihr Können im Bereich der Gastronomie unter Beweis stellen werden. „Wir treten dort gegen andere Azubis an“, verrät Grätz. Dabei komme es nicht nur auf theoretisches Wissen an. „Dort werden wir eine komplette Tafel zu einem bestimmten Thema eindecken“, sagt die 20-Jährige. Dabei müsse jeder Handgriff sitzen. Geachtet werde dabei auf Ästhetik und die richtige Anordnung von Besteck und Geschirr. Zum Tag der Ausbildung haben die beiden Frauen ebenfalls einen kleinen Tisch hergerichtet – jedoch mit eingebauten Fehlern. Ein Rätsel, dass sie sich für die Gäste ausgedacht haben.

Vivien Grätz (20) faltet einen Fächer aus einer Serviette. Quelle: Susanne Gidzinski

Auch am Stand von Christian Nave können sich die Schüler an einem Ratespiel beteiligen. Der junge Koch hat mehrere Schalen mit exotischen Früchten, einheimischen Körnern und scharfen Gewürzen zusammengestellt. „Können Sie alle Zutaten richtig benennen“, fragt er die Besucher. Der 26-Jährige kommt ursprünglich aus Südafrika und ist nach Rostock gezogen, um als DJ zu arbeiten. In Warnemünde angekommen, hat er sich doch für einen anderen Karriereweg entschieden. „Ich wollte schon immer Koch werden, doch bei mir in der Heimat hatte ich keine Möglichkeit dazu“, erklärt er. Heute ist er froh, dass er sein Hobby zum Beruf machen konnte.

Philipp Brockmann wiederum hatte keinen konkreten Berufswunsch, als er die zehnte Klasse abschloss. „Die Ausbildung zum Hotelfachmann war eigentlich nur eine Notlösung. Heute kann ich mir nichts Besseres vorstellen“, meint der 19-Jährige. „Das Schöne an dem Beruf ist, dass man später überall arbeiten kann. Ob in Deutschland oder im Ausland.“ Das bestätigt auch Juliane Gorski: „Die Ausbildung in Deutschland ist international sehr anerkannt“, sagt die Leiterin der Aus- und Weiterbildung. Im Hotel Neptun werden seit über 45 Jahren sechs verschiedene Ausbildungsberufe und ein duales Studium im Bereich der Tourismuswirtschaft angeboten. „Unseren Azubis stehen damit alle Türen offen.“

Susanne Gidzinski

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