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Rostock Empor verliert gegen Angstgegner Emsdetten
Mecklenburg Rostock Empor verliert gegen Angstgegner Emsdetten
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12:33 26.09.2015
Florian Zemlin im Anspiel zu Rene Gruszka. Quelle: Sebastian Heger
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Rostock

Marc Pechstein war sichtlich enttäuscht. „Was zählt, sind die Punkte“, meinte der Rückraumspieler des HC Empor Rostock, der nach langer Verletzungspause sein Debüt gab. Doch Grund zur Freude hatte der 23-Jährige nicht. Die Zähler beim 20:23 (13:10) nahm Angstgegner TV Emsdetten mit auf die Reise. Im siebten Vergleich seit Einführung der eingleisigen zweiten Liga kassierten die Rostocker die siebte Niederlage gegen den TVE.

Pechsteins Comeback gehörte zu den wenigen Lichtblicken eines aus Rostocker Sicht misslungenen Handball-Abends. Der Ex-Leipziger, der aufgrund einer schweren Gehirnerschütterung knapp zwei Monate pausieren musste, erzielte drei der ersten vier Rostocker Tore. Danach nahm ihn Trainer Aaron Ziercke vom Feld. Der Coach, dem pünktlich zum ersten Doppelspieltag der Saison erstmals der komplette Kader zur Verfügung stand, war zur ständigen Rotation gezwungen. Gleich sieben Stammkräfte gingen gesundheitlich angeschlagen in die Partie.

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Die Gastgeber waren dennoch zu Beginn das bessere Team. Als starker Rückhalt erwies sich Torhüter Kominek. Obwohl längst nicht alles klappte, führte Empor nach 22 Minuten mit 11:6. Doch die Emsdettener, die bis dato völlig blass waren, kamen urplötzlich besser in Tritt. Mit einem Dreierpack zum 9:11 (26.) schafften sie den Anschluss. Es wurde hektisch. Maßgeblichen Anteil daran hatten die gewohnt kleinlich pfeifenden Schiris Dedens/Geckert. Deren Entscheidungen erhitzten die Gemüter – auf und neben dem Feld. Darunter litt der Spielfluss. Empor gab eine 18:15-Führung (40.) aus der Hand. Die Rostocker bekamen Rivesjoe (9 Treffer) nicht in den Griff. Der Rückraumspieler des TVE erzielte nicht nur den 19:19-Ausgleich (48.), sondern brachte seine Mannschaft wenig später in Führung – 21:19. Davon erholte sich Empor nicht.

Marc Pechstein richtete indes den Blick bereits nach vorn: „Sonntag müssen wir sehen, dass wir es besser machen.“ Dann gastiert die HSG Nordhorn-Lingen in der Stadthalle (16.30 Uhr) – Teil zwei des ersten Doppelspieltags.

 

Statistik:

Empor: Kominek, P. Porath – Becvar 3, Meuser, Hövels 2, Dethloff, Gruszka 2, Flödl 2, Papadopoulos 6/2, Zemlin 1, Pechstein 4, Barten, J. Porath.

Emsdetten: Babin, Behrens – Krings 3, Pröhl, Steffen, Rivesjoe 9, Adams, Kropp, Runnarsson, Arnason 4, Gretarsson 4/3, Antonevitch 3, Kubes.

Siebenmeter: Empor 4/2, Emsdetten 5/3.

Strafminuten: Empor 8, Emsdetten 4.



Stefan Ehlers