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Rostock Empor will Stiere bei den Hörnern packen
Mecklenburg Rostock Empor will Stiere bei den Hörnern packen
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06:05 06.01.2018
Er spielt eine starke Saison: Empor-Torjäger André Meuser, hier im Testspiel gegen die Mecklenburger Stiere. Quelle: Dietmar Albrecht
Rostock/Schwerin

In der Vorbereitung haben die Handballer des HC Empor die Mecklenburger Stiere bereits gezähmt. Nun wollen die Rostocker den Rivalen am Sonntag im Derby bei den Hörnern packen. „Schwerin ist heimstark und natürlich der Favorit. Aber ich sehe überhaupt keinen Grund, warum wir nicht gewinnen sollten“, sagt Till Wiechers. Der Empor-Trainer erwartet ein enges Spiel, in dem „am Ende Kleinigkeiten entscheiden werden“.

Es ist das 81. Aufeinandertreffen beider Teams, die sich zuletzt am 30. September 2012 gegenüberstanden. Gut drei Wochen später war der 27:26-Sieg der Rostocker Makulatur. Schwerin war pleite und zog die Mannschaft aus dem Zweitliga-Spielbetrieb zurück.

Nun folgt das erste Punktspiel in der 3. Liga. Die Handballfans fiebern der Partie (16.00 Uhr, Sport- und Kongresshalle) entgegen. „Wir rechnen mit mehr als 3000 Zuschauern“, sagt Mathias Wächter. Der Geschäftsstellenleiter der Stiere empfiehlt: „Die Tageskasse öffnet bereits um 14.00 Uhr. Wer pünktlich in der Halle sein will, muss 15.00 Uhr da sein.“ Till Wiechers ist überzeugt, dass die Rekordkulisse sein Team beflügeln wird. „Wir werden die Energie aufsaugen.“

16 Spiele bleiben den seit zehn Runden sieglosen Rostockern, um den Klassenverbleib zu schaffen. „Ich will das nicht schönreden“, sagt Wiechers, „aber es sind nur drei Punkte auf Platz zehn. Wir haben ein Spiel weniger.“ Der Verein habe in der Winterpause den Spielermarkt sondiert – bislang ohne Ergebnis. Es muss sportlich, menschlich und finanziell passen, macht der Coach deutlich. „Es bringt uns nicht weiter, einen Spieler zu verpflichten, der uns sportlich vielleicht verstärken, aber das Teamgefüge durcheinander bringen würde.“

Die Suche geht weiter. „Unser Kader ist nicht zu schwach. Wir brauchen Verstärkung, um auf Verletzungen reagieren zu können“, sagt Wiechers. Seine junge Truppe war mit Ausnahme des Spiels gegen Burgdorf II (22:33) mit dem Gegner immer auf Augenhöhe.

„Selbst gegen die Top-Mannschaften hätte es anders laufen können“, betont Wiechers, der mehrere Gründe für den Abwärtstrend ausmacht. Dazu gehören Verletzungspech, aber auch „Reibereien innerhalb der Mannschaft“. Als Beispiel nannte der Coach die Partie in Springe (28:31). „Da haben wir 55 Minuten lang überragend gespielt und am Ende einfach die Punkte abgegeben. Das wäre nicht passiert, wenn wir wie am Anfang der Saison als Einheit aufgetreten wären“, resümiert der Sportpsychologe, der in den zurückliegenden Wochen viele Gespräche mit den Spielern führte. „Das ist ein normaler Entwicklungsprozess.“

Wiechers hat auch mit der zweiten Mannschaft der SG Flensburg-Handewitt ähnliche Durststrecken erlebt. „Wir standen nach zehn Spielen mit drei Punkten auf einem Abstiegsplatz. Dann sind wir zum Tabellenführer Potsdam gefahren, haben 39:30 gewonnen und eine Riesenrückrunde gespielt“, erinnert sich Wiechers, der nun mit Empor die Trendwende schaffen will.

Eintrittskarten können im Internet (www.mecklenburger-stiere.de) zum Preis von 12 Euro erworben werden. An der Tageskasse kosten Tickets 14 Euro.

Stefan Ehlers

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