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Rostock Energiewende: IG Metall Küste macht Druck auf Wirtschaftsminister
Mecklenburg Rostock Energiewende: IG Metall Küste macht Druck auf Wirtschaftsminister
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18:24 06.06.2013
Glawe weiß um die Bedeutung der maritimen Wirtschaft. Foto: J. Büttner/Archiv
Glawe weiß um die Bedeutung der maritimen Wirtschaft. Foto: J. Büttner/Archiv
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Rostock

In Rostock-Warnemünde hat am Mittwoch die zweitägige Konferenz der Wirtschaftsminister von Bund und Ländern begonnen. Zum Auftakt übergab die IG Metall Küste ein Plakat mit der Forderung, die Energiewende zu beschleunigen. Nach Ansicht der rund 250 versammelten Gewerkschafter von Werften und Offshore-Industrie des Nordostens könnten so Arbeitsplätze in der norddeutschen Metallindustrie erhalten oder geschaffen werden. Schon jetzt würden von den 18 000 Arbeitsplätzen in der Offshore-Industrie Deutschlands etwa 5000 als gefährdet gelten, warnte der Bevollmächtigte der IG Metall in Stralsund und Neubrandenburg, Guido Fröschke. „Wenn die Energiewende weiter so desaströs umgesetzt wird, steht die gesamte Branche auf dem Spiel.“

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagte den Demonstranten seine Unterstützung zu. Schiffbau und die Windkraftindustrie seien wichtig für Norddeutschland. Die maritime Wirtschaft befinde sich weiter im Umbruch, gerade die Werften seien gezwungen, sich neue Märkte zu erschließen. Dazu zähle neben dem Spezialschiffbau auch die Offshore-Industrie. Die Gespräche mit der Bundesregierung über die Finanzierung von Großprojekten in der maritimen Industrie befänden sich auf einem guten Weg, sagte Glawe.

Ganz oben auf der Agenda der Wirtschaftsministerkonferenz stehen Probleme wie Fachkräftesicherung oder Bürokratieabbau in Mittelstand und Handwerk. Am Abend soll auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) nach Warnemünde kommen. Die Ergebnisse der Konferenz sollen am Donnerstagmittag mitgeteilt werden.

dpa