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Rostock Entdeckerpfad durch Rostocker Heide eingeweiht
Mecklenburg Rostock Entdeckerpfad durch Rostocker Heide eingeweiht
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00:00 03.09.2018
Försterin Angelika Stoll (l.) erklärt den Gästen des Waldtages die Entwicklung und die erste Station des neuen Entdeckerpfades. Quelle: Fotos: Ove Arscholl
Wiethagen

Eine neue Spur führt durch die Rostocker Heide: 15 Haltestellen auf insgesamt acht Kilometern. Ein Entdeckerpfad für die ganze Familie wurde am vergangenen Sonnabend auf dem 10. Waldtag im Stadtforst eröffnet. Dieses Projekt, das die Vielfalt des Waldes erlebbar macht, ist eingebettet in das Verbundvorhaben „Schatz an der Küste“, zu dem die Rostocker Heide, der größte geschlossene Küstenwald Deutschlands, gehört.

Stadtförster gewähren beim Waldtag Einblicke in ihre Arbeit

„60 Millionen Quadratmeter Wald sind Eigentum der Hansestadt Rostock, das ist ein Riesenschatz“, sagt Umweltsenator Holger Matthäus zur Eröffnung. Ein Radwegenetz in die Heide sei aufgebaut, der Öffentliche Nahverkehr führe in den Forst, ein Bahnstopp am Forstamt Wiethagen „wäre die Krönung“, sagt der Senator. Denn die Rostocker sollen in ihren Stadtwald kommen und ihn entdecken. Nun auf einem besonderen Pfad mit modernen Lernelementen, abwechslungsgreichen Spielmöglichkeiten und überraschenden Informationen zu Wald- und Wiesenbewohnern, Holz und Wasser bis hin zu Wind und Strand.

2012 wurden die ersten Anträge und Ideenskizzen eingereicht, zwei Jahre später gab es die Bewilligung und ein Budget von 200000 Euro für den Entdeckerpfad. Den Ideenwettbewerb hat Spielzeugdesignerin Katrin Kuhr aus Gotha gewonnen. Zusammen mit dem Forstamt, allen voran Försterin Angelika Stoll, hat sie die Stationen auf dem Weg entwickelt und zum Teil selbst gebaut. „Die Grundidee war, die biologische Vielfalt als Netzwerk zu sehen“, erklärt Kuhr. „Wir bewegen uns durch ein Netz und können uns an verschiedenen Haltestellen Informationen holen, Neugier wecken und weiterfahren oder gehen.“

Gut zu Fuß ist der 2,8 Kilometer lange Rundweg zu bewältigen. Hier können die Waldbesucher an zehn Stationen Interessantes erfahren und erleben. Am Fledermaushaus zum Beispiel, wo Info-Tafeln allgemeinverständlich von den nachtaktiven Tagträumern berichten und Kinder sich über eine Tunnelrutsche auf dem Fledermausbunker so wie die Tiere vom Dunkel ins Helle bewegen können. Ein Riesenspaß, den Maja (5) und Luise (4) gleich ausprobieren. Weitere Entdeckungen auf dem Pfad sind ein Grashalm-Labyrinth auf der Riesenwiese, Kurioses über Waldmedizin oder ein Memoryspiel zur Baumkunde.

Radfahrer können bis zur Ostsee weitere Stationen erkunden und Wissenswertes über Waldprodukte, Moor und Strand erfahren. „Der Weg sollte möglichst barrierearm sein“, berichtet Angelika Stoll. So wurden Stolperstellen minimiert und Erklärungen auch in Blindenschrift dargestellt. „Ich hoffe, dass der Pfad gut angenommen wird. Wir werden auch Führungen für Kindergruppen anbieten“, kündigt die Försterin an.

1400 Besucher kamen zum 10. Waldtag in den Stadtforst. Rund um das Forstamt und den Köhlerhof gab es viel zu erleben. Waldnutzungen früher und heute wurden demonstriert, wie das Holzrücken mit Pferden oder der Umgang mit Motorsägen. Der Teerofen auf dem Köhlerhof war in Betrieb und Holzbildhauer ließen sich dort bei der Arbeit beobachten. Kremser und historische Kutschen waren im Wald unterwegs. Kinder konnten auf der Hüpfburg toben, mit Naturmaterialien basteln oder Unbekanntes ertasten. „Oh, ist der groß“, sagt Frieda, als sie einen Wildschweinzahn aus einem dunklen Kasten zieht. Familie Pinnow aus Kösterbeck ist begeistert vom Angebot des Waldtages. „Es gibt hier soviel zu entdecken“, freut sich Mutter Christin.

Doris Deutsch

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