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Rostock Erdkabel-Pläne bringen Schwung in Energiewende
Mecklenburg Rostock Erdkabel-Pläne bringen Schwung in Energiewende
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06:29 08.10.2015
Mit Erdkabeln will die Bundesregierung den Ausbau der Stromnetze beschleunigen. Quelle: Roland Weihrauch/dpa
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Rostock

Erdkabel statt „Monstertrassen“: Den stockenden Ausbau der Stromnetze will die Bundesregierung in Berlin jetzt mit Erdkabeln auf die Sprünge helfen. Auf die Weise sollen die teilweise massiven Proteste gegen die zuvor meist als Freileitungen mit Masten geplanten Stromautobahnen verringert werden. Entscheidend sei, „dass die Stromleitungen jetzt schnell gebaut werden“, betonte der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (SPD), in Schwerin. Die Stromtrassen seien notwendig, damit der auch im Nordosten etwa mit Windenergieanlagen produzierte Strom „in die Ballungsgebiete im Süden abfließen kann“.„Durch den Vorrang für Erdkabel reduzieren sich die Planungszeiten erheblich“, sagte der Energieexperte der Schweriner Grünen-Fraktion, Johann-Georg Jaeger. Wegen der vielen Widersprüche könnten sich die Planungen bei Freileitungen bis zu zehn Jahre lang hinziehen, bei Erdkabeln seien das aber lediglich zwei Jahre.

„Das war eine unangenehme Debatte, die beim Ausbau für einen Stillstand von etwa zwei Jahren gesorgt hat“, sagte der Vorsitzende des Vereins Windenergy Network, Andree Iffländer, in der Hansestadt Rostock. Mit den Erdkabeln werde nun ein wesentliches Hemmnis beseitigt.

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Wo genau die Trassen „Südlink“ und „Südost“ durch Deutschland verlaufen werden, steht noch nicht fest.



Axel Meyer