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Rostock Erschlagene Güstrowerin: Tatverdächtiger Oleh T. kostete MV 300 000 Euro
Mecklenburg Rostock Erschlagene Güstrowerin: Tatverdächtiger Oleh T. kostete MV 300 000 Euro
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19:25 21.11.2019
In Güstrow (Landkreis Rostock) ist am 19. September eine 79-jährige Seniorin in ihrem Haus erschlagen worden. Nun wurden neue Details bekannt. Quelle: Stefan Tretropp
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Güstrow/Schwerin

Fast genau zwei Monate nachdem Erika H. in ihrem Haus in Güstrow (Landkreis Rostock) erschlagen wurde, werden weitere Details in dem blutigen Fall öffentlich. Zwar war bekannt, dass der Asylbewerber Oleh T. schon vorher mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt gekommen war, doch aus einer Kleinen Anfrage der AfD an das Innenministerium in Schwerin geht nun hervor, dass er sogar 33-mal straffällig wurde.

Laut der Antwort des Ministeriums rund um Lorenz Caffier (CDU) ist der 43-jährige Ukrainer zwischen 2015 und 2019 unter anderem wegen schwerer Körperverletzung, Diebstahl, Raub, Bedrohung und Erschleichen des Aufenthaltstitels polizeilich aufgefallen. Verurteilt wurde er in drei Fällen zu insgesamt zwei Jahren und neun Monaten Haftstrafe auf Bewährung sowie einer Geldstrafe.

AfD-Politiker ist sprach- und fassungslos

Zuletzt wird nun gegen ihn wegen Totschlags ermittelt, weil er am 19. November die Güstrower Seniorin mit einer Gartenschere angegriffen haben soll. Oleh T. hat jedoch bereits vollumfänglich gestanden. Sein Motiv war laut Innenministerium, dass er erneut Geld von der 79-Jährigen erbitten wollte. Weil diese dazu nicht mehr bereit war, hätte er sie getötet.

Den Vorsitzenden der AfD-Fraktion, Nikolaus Kramer, der die Kleine Anfrage gestellt hatte, machen „die bloße Anzahl an Straftaten sprach- und fassungslos“. Doch was „dem Fass den Boden“ ausschlage, sei, dass das Land 300 000 Euro für den Asylbewerber gezahlt hat, der eigentlich abgeschoben werden sollte.

Mehr als 280 000 Euro für medizinische Versorgung

Wie das Innenministerium auf seine Anfrage antwortet, sind Kosten in Höhe von 300 642,17 Euro für das Land Mecklenburg-Vorpommern entstanden. Oleh T. hätte das Geld nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zugestanden, nach dem unter anderem der Bedarf für Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung oder gesundheitliche Versorgung gedeckt werden.

Bildergalerie: 79-Jährige in Güstrow getötet

Bilder vom Tatort zeigen das Haus in Güstrow, in dem eine 79-jährige Rentnerin getötet worden ist.

Vor allem Letzteres hat für den taubstummen Ukrainer deutlich zu Buche geschlagen: Allein 285 618,80 Euro sind aus medizinischen Gründen vom Land bezahlt worden.

Nikolaus Kramer: „Unfassbar, dass so etwas in unserem Land möglich ist, darf nicht achselzuckend hingenommen werden. Es braucht klare Regelungen, die es ermöglichen, alle kriminellen Asylbewerber im Land zentral zu erfassen.“

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