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Rostock Es geht voran: Hanse-Karree am Glatten Aal wächst
Mecklenburg Rostock Es geht voran: Hanse-Karree am Glatten Aal wächst
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20:14 23.11.2018
So soll das Hanse-Karree auf dem Glatten Aal einmal aussehen. Quelle: Randalswood Germany GmbH
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Stadtmitte

Bewegung auf dem Glatten Aal. Nach der Grundsteinlegung der Randalswood Germany GmbH im Juni für das etwa 45 Million Euro teure Hanse-Karree hat sich einiges getan. „Wir liegen gut im Zeitplan. Ende Februar soll der Rohbau fertig sein, das dritte Obergeschoss kann man schon erahnen“, gibt Christian Solbrig, Architekt und Randalswood-Geschäftsführer, zu verstehen. Im Mai 2019 wird Richtfest gefeiert. Ideen für die benachbarte Fläche, die aktuell noch als Parkplatz genutzt wird, gibt es ebenfalls. Und in der Zwischenzeit haben auch die Archäologen des Landes ihre Funde ausgewertet.

„Es läuft wie gewünscht“, zeigt sich Christian Solbrig mit den Entwicklungen auf dem Glatten Aal zufrieden. Die Vergabe der Ausbaugewerke stehe kurz vor Vertragsunterzeichnung. „Hier können wir hoffentlich auf Firmen aus dem Großraum Rostock zurückgreifen“, sagt Solbrig. Lokale Akteure zu beteiligen, sei Randelswood für das Hanse-Karree ein Anliegen. 90 Eigentumswohnungen für den laut Unternehmen „gehobenen Anspruch“ entstehen, dazu sieben Gewerbeeinheiten, darunter eine große Einzelhandelsfläche mit einer Größe von 1500 Quadratmetern.

Kaufinteresse steigend

„Die Nachfrage lässt nicht nach“, erklärt Solbrig. Mehr als die Hälfte der Wohnungen sei bereits notariell beurkundet. Die Preise sind seit fast zwei Jahren stabil. Eine Erhöhung wäre nach Solbrig wahrscheinlich. Und auch für die Gewerbeflächen gibt es Interessenten. Engel&Völkers, zuständig für die Vermarktung, führen regelmäßig Besichtigungen durch. „Es sind ungefähr 80 Prozent der Wohnungen vergeben. Gewerbeflächen werden nur an stille Gewerbe vermittelt“, sagt Cindy Hennings, Büroleiterin bei Engel&Völkers. Stille Gewerbe umfassen nur Tätigkeiten, die keinen Lärm verursachen. Ein besonderes Interesse wecken die Maisonette-Wohnungen. „Die Wohnungen über zwei Etagen sind mit drei Zimmern nicht ganz so groß und deshalb attraktiv für junge Leute sowie als Kapitalanlage“, erklärt Hennings.

Zum Ende des Jahres wolle man die Pläne für den „Bauteil B“, also das benachbarte Grundstück, anschieben, um die Gewerbeanteile nach einem gemeinsamen Konzept zu vergeben. Ein Bauantrag wolle Randelswood der Stadt bis zum Sommer 2019 vorstellen. „Damit möchten wir Investoren und Mietern mehr Sicherheit und Planbarkeit ermöglichen“, erklärt der Geschäftsführer. Das Hanse-Karree soll spätestens im Februar 2020 bezugsfertig sein. Im Anschluss gehe es dann mit dem Nachbargrundstück weiter. Für diesen Teil sei bereits klar, dass keine oberirdischen Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Zu weiteren Plänen könne man sich derzeit noch nicht äußern.

Archäologen bereiten Funde auf

Bevor es so richtig losgehen konnte, waren Archäologen im Baufeld aktiv. Sie entnahmen Proben, legten mittelalterliche Strukturen frei und stießen auf interessante Funde. Auf die Ergebnisse sind nicht nur Solbrig und sein Team gespannt, auch die künftigen Bewohner dürfte interessieren, was die Archäologen im uralten Baugrund entdeckten. „Die Funde sind nun Eigentum des Landes und wurden an das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin übergeben“, erklärt die Rostocker Kulturamtchefin Michaela Selling. Dort wurden sie inventarisiert, gereinigt und verpackt. „Die Grabungsdokumentation ist abgeschlossen, ein Bericht liegt vor“, sagt Landesarchäologe Detlef Jantzen. Die Funde stehen nun der Forschung und für Ausstellungszwecke zur Verfügung.

Investor in Rostock verliebt

Der irische Investor P. J. McGrath kam vor elf Jahren das erste Mal nach Rostock, um über die von ihm gekauften Flächen am Glatten Aal mit der Stadt zu verhandeln. Rostock sei eine Stadt, die immer attraktiver werde, sagte der Investor zur Grundsteinlegung, und er wolle mit dem Hanse-Karree seinen Beitrag dazu leisten. Auch Solbrig weiß, McGrath ist glücklich mit dem Projekt. Nun überlege der Ire, sich langfristig im Investment in der Hansestadt zu verankern. „Es hat sich da eine kleine Liebesgeschichte mit Rostock entwickelt“, sagt Solbrig mit einem Schmunzeln.

Lea-Marie Kenzler

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