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Rostock Ortsbeirat beschließt neue Bänke und Gehwegsanierung
Mecklenburg Rostock Ortsbeirat beschließt neue Bänke und Gehwegsanierung
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16:31 25.07.2019
Die Bertholt-Brecht-Straße in Evershagen gehört zu den möglichen Projekten.
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Rostock

Große Einstimmigkeit am Dienstagabend. Bei der Ortsbeiratssitzung im Stadtteil Evershagen berieten Anwohner und Ortsbeiratsmitglieder über die Aufstellung von Sitzbänken und die Sanierung von Gehwegen. „Wir haben hier besonders marode Wege, die seit ihrer Entstehung nicht saniert wurden“, sagte Harm Wullekopf, Stellvertretender Vorsitzender des Beirates.

Straßen seit den Siebzigern nicht saniert

Dabei handelt es sich um den Abschnitt der Ehm-Welk-Straße vor dem Ärztehaus, die Tolstoistraße beim Stadtteil- und Begegnungszentrum Mehrgenerationenhaus und um einen Teil der Aleksis-Kivi-Straße. „Da liegen noch Platten, die in den Siebzigern bei der Entstehung von Evershagen gelegt wurden – die sind gut 50 Jahre alt“, erklärte Wullekopf den Zustand der Wege.

Zudem habe der Ortsbeirat die Instandsetzung des Kranichweges im Norden des Stadtteils „angemahnt“. Das Wurzelwerk der umliegenden Bäume beschädige die asphaltierte Strecke dort schon seit Jahrzehnten. Die Wurzeln komplett zu entfernen oder die Bäume zu fällen, sei aber nicht die Absicht. Der Beirat wünsche sich eine Sanierung ohne die Beschädigung der Grünanlagen, betonte Wullekopf.

Laut dem Ortsbeiratsvorsitzenden gebe es noch viele weitere Wege und Straßen, die saniert werden müssen. „Gerade für Ältere mit Rollatoren kann das schon ziemlich holprig werden.“ Generell sei man aber zufrieden mit dem Ausbau der Straßen.

Bänke als Ruhepunkte

Neben der Straßensanierung wurde auch die Aufstellung von neuen Sitzmöglichkeiten beschlossen. Sowohl Anwohner als auch Beiratsmitglieder äußerten den Wunsch, mehr „Ruhepunkte“ im Stadtteil zu schaffen. Die erste von drei möglichen Bänken soll auf der Grünfläche vor dem Ärztehaus in der Ehm-Welk-Straße stehen, die zweite gegenüber der Haltestelle Berthold-Brecht-Straße – ebenfalls auf einem Grünstreifen.

Außerdem habe man festgestellt, dass es in der Maxim-Gorki-Straße fast keine Sitzmöglichkeiten gebe. Gerade in der Nähe des dortigen Lidl sei eine solche sinnvoll, sagte Harm Wullekopf. „Wer zu Fuß vom Einkauf kommt und zwei große Einkaufsbeutel trägt, sollte auf dem Heimweg die Möglichkeit, haben sich zwischendurch etwas entspannen zu können.“ Zwei Punkte kämen infrage: einer am nördlichen Ende der Straße oder einer am südlichen Ende. „Da werden wir den Ämtern aber die Entscheidung überlassen“, so Wullekopf.

Bei der Aufstellung der Bänke wolle man mit der Stadt und den Wohngesellschaften zusammenarbeiten, denen die jeweiligen Grundstücke gehören. Wullekopf: „Es ist eine Sache, eine Bank einfach hinzustellen. Aber danach muss sich ja trotzdem um Mülleimer und die Wartung gekümmert werden.“

Mit dem Fahrrad auf Problemsuche

Im Vorfeld der Sitzung erkundigte sich die Stadtverwaltung bei den Ortsbeiräten nach Wünschen und Vorschlägen. „Es gab viele Vorschläge, um die Gegend schöner zu machen, aber letzten Endes haben wir uns auf die Bänke und die Straßensanierung geeinigt“, erzählte Harm Wullekopf.

Um festzustellen, wo Bedarf besteht, fuhren Mitglieder des Ortsbeirats mit dem Fahrrad durch den Stadtteil. Dabei erkundigten sie sich, welche Straßen besonders beschädigt wären und an welchen Stellen Sitzbänke sinnvoll seien.

Für die Umsetzung der aktuellen Projekte sei man zuversichtlich, sagte Wullekopf. „Die Stadt kam ja auf uns zu und hat nach Wünschen gefragt, also sind wir guter Hoffnung.“ Auch die Zusammenarbeit mit den Wohngesellschaften und -genossenschaften, habe bisher gut funktioniert. Vor allem die Wiro würde häufig an Ortsbeiratssitzungen teilnehmen und schnell reagieren, wenn Anwohner Probleme äußerten.

Trotz vieler Verbesserungsvorschläge habe man aber festgestellt, dass Evershagen „gut ausgestattet“ sei. „Wunschlos glücklich ist man zwar nie aber wir leben hier in einer guten Gegend“, so Wullekopf.

Anh Tran

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