Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Ex-Hanseat Sebastian ist Leipzigs „Leuchtturm“
Mecklenburg Rostock Ex-Hanseat Sebastian ist Leipzigs „Leuchtturm“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:12 05.11.2014
Tim Sebastian (RB) und Anthony Jung (RB) bejubeln das 1:1 beim Spiel zwischen RasenBallsport Leipzig (RB) und Erzgebirge Aue in der 2. Runde des DFB Pokals 2014/15 in Leipzig.
Tim Sebastian (RB) und Anthony Jung (RB) bejubeln das 1:1 beim Spiel zwischen RasenBallsport Leipzig (RB) und Erzgebirge Aue in der 2. Runde des DFB Pokals 2014/15 in Leipzig. Quelle: Modla,christian/ Actionpress
Anzeige
Rostock

Für Tim Sebastian begann alles mit einer schmerzlichen Lehrstunde. Eine 0:4-Pleite beim VfB Stuttgart stand am Anfang der Karriere des heute 30-Jährigen, der vor fast auf den Tag genau zehn Jahren – am 7. November 2004 – sein Profi-Debüt bei Hansa Rostock gab. Damals blickte er mit großem Respekt zu den Stuttgarter Star-Kickern wie Philipp Lahm, Markus Babbel, Kevin Kuranyi oder dem heutigen Schalke Manager Horst Heldt auf. Ein Jahrzehnt später schickt sich der Ex-Rostocker, der bei Motor Wolgast, dem Greifswalder SC und Hansa das Fußball-Abc erlernte, mit Zweitliga-Neuling RB Leipzig an, den direkten Durchmarsch in die Bundesliga zu schaffen.

Die Stirn ist in den vergangenen Jahren höher geworden, die Mitspieler immer jünger. Tim Sebastian ist der einzige Feldspieler bei RB Leipzig, der über 30 Jahre alt ist. Seine gefeierten Mitspieler wie Yussuf Poulsen, Joshua Kimmich oder Rani Khedira sind eine andere Generation als Sebastian, der als Junge die DDR noch bewusst miterlebt hat. Als Zweijähriger zog der gebürtige Leipziger mit seinen Eltern wegen gesundheitlicher Probleme nach Wolgast – weil die Luft dort besser war als in der Messestadt.

Er kickte für Motor Wolgast und den Greifswalder SC, bevor Talentscout Jürgen Heinsch ihn für Hansa entdeckte. Über den Umweg Karlsruher SC und nach einem kurzen Hansa-Comeback (2009/10) kehrte Sebastian in seine Geburtsstadt zu RB zurück. Und dort erlebt er jetzt sein vielleicht bestes Jahr als Fußballer.



Sönke Fröbe Und John Henning