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Rostock Fakten, Schicksale, Kurioses: Das hat die OZ-Leser im Jahr 2021 bewegt
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Fakten, Schicksale, Kurioses: Das hat die OZ-Leser im Jahr 2021 bewegt

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11:59 31.12.2021
Ob steigende Corona-Inzidenzen, Rostock nach dem Hansa-Aufstieg oder ein ungeduldiger Porsche-Fahrer: 2021 lieferte kuriose, aber auch tragische Geschichten. Die OSTSEE-ZEITUNG zeigt in einem Überblick, welche Themen die Leser in diesem Jahr besonders bewegten.
Ob steigende Corona-Inzidenzen, Rostock nach dem Hansa-Aufstieg oder ein ungeduldiger Porsche-Fahrer: 2021 lieferte kuriose, aber auch tragische Geschichten. Die OSTSEE-ZEITUNG zeigt in einem Überblick, welche Themen die Leser in diesem Jahr besonders bewegten. Quelle: dpa/Tilo Wallrodt
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Rostock

Ende Dezember ist Zeit der Jahresrückblicke – auch bei der OSTSEE-ZEITUNG. Während der vergangenen zwölf Monate haben unsere Autoren in MV sowohl über kuriose als auch tragische Ereignisse berichtet. In unserem Überblick zeigen wir, welche Themen in diesem Jahr besonders das Interesse bei OZ-Lesern weckten.

1. Zahlen und Daten: Corona-Inzidenzen und Wahlergebnisse der BTW und LTW 2021

Mit dem Jahreswechsel in nur wenigen Tagen geht das zweite Corona-Jahr zu Ende. Mit steigenden Inzidenzen und den sich ständig ändernden Auflagen zur Eindämmung der Pandemie bleibt auch das Interesse der OZ-Leser besonders hoch.

Um alle Daten und Zahlen rund um die Inzidenzen, die Hospitalisierungen und die Impfquote so akribisch wie möglich zu vermitteln, erstellte die OZ verschiedene interaktive Karten, damit die Leser das Infektionsgeschehen täglich verfolgen können.

Das Jahr 2021 war durchaus ein turbulentes Jahr – nicht nur im Hinblick auf die Pandemie: Neben der ständig wechselnden Corona-Auflagen und der steigenden Inzidenzen dominierten auch Artikel rund um das Superwahljahr 2021 die Berichterstattung. Um einen möglichst genauen Überblick über die Wahlergebnisse der BTW und der Landtagswahl zu geben, erstellte die OZ auch hier interaktive Karten.

2. Erster bekannter Todesfall nach Corona-Impfung in MV

Ein entscheidendes Thema im Jahr 2021 war – wohl in der ganzen Welt – die Impfung gegen das Corona-Virus. Neben Kritik am schleichenden Impffortschritt und die Diskussion rund um eine mögliche Impfpflicht stand auch die Frage im Fokus, welche Auswirkungen das Vakzin auf den Körper hat. Kritik wurde laut, die Impfung sei nicht sicher.

So musste auch Rostock einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Impfstoff beklagen: Eine 49-Jährige kam Ende März kurz nach ihrer Corona-Impfung mit AstraZeneca ums Leben. Sie erlag einer Hirnvenenthrombose. Das bestätigte die vorgenommene Obduktion. Gerade bei jüngeren Geimpften kam es zu Hirnvenenthrombosen, die möglicherweise in Verbindung mit der Impfung stehen.

3. Aufstieg Hansa Rostock: Wieder zweite Liga!

Doch während der Pandemie war der Fußball ein kleiner Lichtblick für die Fans – vor allem für die des Hansa Rostock. Im Mai 2021 haben sich die Rostocker zurück in die zweite Fußball-Bundesliga geschossen. Ein 1:1-Unentschieden gegen den VfB Lübeck reichte aus.

Die OZ war vor Ort und berichtete via Ticker live vom Geschehen rund um das Ostseestadion und in der Innenstadt. Hier können Sie die Party noch einmal verfolgen.

Doch mache Fans sorgten auch für Ärger: Während des Spiels zündeten Ultras Pyro und Böller im naheliegenden Leichtathletikstadion. Dabei wurden Laufbahn und Werbebanden beschädigt. Vereinzelt warfen Fans Pyrotechnik in Richtung der Einsatzkräfte, wobei ein Polizist verletzt wurde.

4. Bekannter Hotelier aus Usedom stirbt in ausgebrannten Tesla

Leider gehören auch tragische Unfälle zu der jährlichen Berichterstattung. In diesem Jahr stach vor allem ein Autounfall besonders heraus: Im April verunglückte ein bekannter Hotelier aus Schwerin mit seinem Tesla. Zunächst war die Identität des Fahrers unbekannt, da der Mann bis zur Unkenntlichkeit verbrannte.

Der Mitte 50-jährige Unternehmer war mit seinem Elektro-Auto auf der Bundesstraße 194 bei Poggendorf nahe Grimmen von der Fahrbahn abgekommen. Sein Sportwagen fing Feuer. Er kam offenbar gerade von einem Termin in Vorpommern zurück, wo er neue Projekt plante.

5. Aus Verzweiflung: Friseurin möchte mitten im Lockdown öffnen

Zur Berichterstattung rund um die Pandemie gehören nicht nur die aktuellen Inzidenzen und die Pressekonferenzen zum Impffortschritt, sondern auch die Einzelschicksale von Menschen in MV.

Eine Geschichte hat die OZ-Leser in diesem Jahr besonders interessiert – und zwar die von Friseurmeisterin Bianca Orpel aus Zinnowitz. Aus finanzieller Not wollte sie trotz Lockdown öffnen – eine mögliche Strafe nahm sie in Kauf.

Doch nachdem der Wolgaster Bürgermeisters Stefan Weigler (CDU) den Beitrag über Frau Orpel in der OZ gelesen hatte, rief er zusammen mit dem Wolgaster Ruderverein – Nutznießer der OZ-Weihnachtsaktion – eine Hilfe-Aktion ins Leben. Diese zielte darauf ab, Vereinen oder Einzelpersonen in Not zu helfen, Corona-Helfern zu danken und die heimische Wirtschaft zu unterstützen.

23 000 Euro waren dank der großzügigen Spenden der OZ-Leser im Rahmen der Aktion zusammengekommen. Orpel hat aus diesem Grund doch nicht wieder geöffnet.

6. Rostockerin hat schweren Corona-Verlauf – und wird von Corona-Leugnern angefeindet

Noch es war nicht nur Solidarität, die die Menschen im zweiten Corona-Jahr zeigten. Auch der Hass – vor allem im Internet – wurde durch die Pandemie befeuert. Auch die Zweifel mancher Menschen an der Existenz der Pandemie spalteten die Gesellschaft.

Dies erfuhr die 23-jährige Eileen Kunz am eigenen Leibe. Nachdem sie positiv auf Corona getestet wurde, landete die junge Frau mit einer Lungenembolie in der Uni-Klinik Rostock. Auf ihrem Blog und ihren Social-Media-Kanälen kommunizierte sie ihren Krankheitsverlauf. Neben Genesungswünschen befanden sich auch Anfeindungen.

Unter anderem warfen ihr Facebook-Nutzer vor, lediglich zu simulieren. Andere zweifelten an ihrer Erkrankungen und unterstellten der Rostockerin, gegen Geld in der Öffentlichkeit zu behaupten, erkrankt zu sein.

7. Kind stürzt von Seebrücke auf Usedom – Mutter springt hinterher

Glück im Unglück: Eine besonders dramatische Rettungsaktion auf Usedom fesselte die OZ-Leser.

Im vergangenen Juli ist ein Kleinkind von der Zinnowitzer Seebrücke ins Wasser gestützt. Die Mutter sprang intuitiv hinterher. Dabei verletzte sich die Frau schwer. Da an dieser Stelle das Wasser an der recht flach ist, hätte der Unfall auch tödlich enden können. Wie durch ein Wunder blieb sie als auch der Sohn unverletzt.

Zunächst hieß es, die Mutter habe den zweijährigen Jungen auf das Geländer gesetzt, um ein Foto zu machen – doch diese Behauptung bestritt die 34-Jährige. Ihrer Schilderung zufolge habe der Junge in der Hocke das Gleichgewicht verloren und sei unter dem ersten Balken hindurchrutsch.

8. Kind stirbt in Rostocker Kita: Wie konnte das passieren?

Doch leider sind nicht alle Rettungsaktionen erfolgreich. Für ein Kita-Mädchen kam jede Hilfe zu spät – eine Tragödie, die die OZ-Leserschaft besonders traf.

In der Rostocker Kindertagesstätte „Lütt Birkenkinner“ ist im Februar ein zweijähriges Mädchen ums Leben gekommen. Die Obduktion stellte als Todesursache den so genannten Bolus- oder Bissen-Tod fest.

Während des Mittagessens sei wohl kurzzeitig ein Fremdkörper im Rachen des Mädchens steckengeblieben, welcher Druck auf das Kehlkopf-Nervengeflecht ausübte. Dadurch kam es zu einem Reflex, der zum sofortigen Herz-Kreislauf-Versagen führte. Als Hauptursache für diese Todesart gilt nicht oder ungenügend gekaute Nahrung.

9. Porsche-Fahrer will Peenebrücke trotz Öffnung überqueren – und wird ausgebremst

Im Jahr 2021 erreichten auch einige kuriose Geschichten die Redaktionen der OZ. So sorgte die schräge Aktion eines Porsche-Fahrers für viel Aufmerksamkeit bei den Lesern: Der Mann schien es im Juni besonders eilig gehabt zu haben und wollte die Wolgster Peenebrücke überqueren – trotz beginnender Öffnung. Dabei ignorierte er nicht nur die rote Ampel und das laute Klingelzeichen, er umfuhr auch sich bereits schließende Schranken.

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Weit kam er aber nicht: Er musste scharf abbremsen, weil auch die Schranken auf der Schlossinselseite von Wolgast bereits geschlossen waren. Zumindest aber sorgte er für eine bleibende Erinnerung bei anderen Verkehrsteilnehmern: Diese fotografierten und filmten, bis sich die Brückenschranken wieder öffneten.

10. Vater wartet mit Sohn (3) acht Stunden auf OP in Greifswalder Uniklinik

Die Corona-Krise hat uns eines gezeigt: Das Gesundheitswesen ist überlastet. Doch dies machte sich nicht nur an der derzeitigen Belegung der Intensivbetten bemerkbar.

Ein viel gelesener Artikel im Oktober war die Geschichte über einen Familienvater aus der Nähe von Wolgast, der acht Stunden warten musste, bis sein kleiner Sohn nach einer Handverletzung endlich operiert wurde. Verärgert kontaktierte der Vater die OSTSEE-ZEITUNG.

Dieses Thema erhitze auch die Gemüter der Leser. Die OZ hat ein paar Meinungen in einem separaten Artikel zusammen gestellt.

Von OZ