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Rostock Rostocker Nikolaikirche zeigt Schau zum zehnten Todestag
Mecklenburg Rostock Rostocker Nikolaikirche zeigt Schau zum zehnten Todestag
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14:41 27.03.2019
Der Rostocker Maler und Bildhauer Falko Böttcher in den 1990er Jahren. In diesem Jahr ist sein zehnter Todestag. Quelle: Hartmut Klonowski
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Rostock

Die Bilder von Falko Böttcher haben noch immer Kraft, Ausstrahlung und Energie. Und sie sind Freunden und Weggefährten noch immer gegenwärtig, so dass sie hin und wieder ins Archiv steigen, um sie anzusehen oder zu kaufen, erzählt Tochter Annett Wedemeier, die einen Teil des Nachlasses ihres Vaters verwaltet. „Die Bilder begleiten mich“, sagt die Kunstlehrerin. Viele Arbeiten sieht sie gern. Die Akte nicht. Polarisiert haben Böttchers Arbeiten immer.

Vor zehn Jahren, am 29. März 2009, starb der Künstler nach langer, schwerer Krankheit, gegen die er lange kämpfte, die ihm zusetzte, ihn aber nicht brach. Bis zuletzt war er aktiv, erinnert sich Lucienne Weidner, von 2000 bis 2009 Partnerin Böttchers. Noch Tage vor seinem Tod arbeitete er im Atelier. Er setzte sich für andere Künstler ein, leitete jahrelang den Rostocker Kunstverein, organisierte Ausstellungen und neue Veranstaltungsformate. Kunst-Matinee am Sonntag war eines seiner letzten Projekte. „Er war ein sehr sozialer Mensch“, sagt Weidner.

Expressiv sind alle seine Werke, manche unmittelbar zugänglich, manche sperrig. „Am Ende hat er sich intensiv mit dem Tod auseinandergesetzt“, so Weidner, die dafür sorgte, dass einige Arbeiten in die Sammlung des Kunstmuseums Ahrenshoop kamen. Dessen künstlerische Leiterin, Katrin Arrieta, ist Kennerin von Böttchers Werk. Er sei ein Künstler, der die alltäglichen Dinge mit Mitteln der Malerei befragt habe. Einer, aus dem die Malerei förmlich herausgebrochen sei: „Er arbeitet beidhändig, mit verlängerten Pinseln, störend fährt während des Malens seiner geschickten Rechten die ungelenke Linke in die Parade“, beschreibt sie den Malprozess. „Das war er“, bestätigt Wedemeier, „mit Leib und Seele und ganzem Körpereinsatz.“

Zurzeit arbeiten Helga Manowski und Peter Frank, Freunde Böttchers, an einer Ausstellung mit Werken aus allen Schaffensperioden, die am 11. Juni in der Nikolaikirche eröffnet wird. Ein weiterer Erinnerungsort steht noch aus: Im vergangenen Jahr löste Wedemeier das Atelier ihres Vaters auf. Der Besitzer des Gebäudes errichtet gegenwärtig einen Anbau, unter anderem für ein Café, das den Namen „Falko“ tragen soll.

Matthias Schümann

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