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Rostock Familien spenden Tannen für Recknitzstadt
Mecklenburg Rostock Familien spenden Tannen für Recknitzstadt
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15:35 26.11.2019
Mitarbeiter des Bauhofes Tessin fällen in Liepen eine Nordmanntanne und bringen den Baum nach Tessin. Quelle: Doris Deutsch
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Tessin

Gestern früh 7.45 Uhr: Die Säge wird angesetzt. Der Kran hat die Nordmanntanne vor dem Haus von Familie Wallner sicher am Haken. Die Männer vom Bauhof Tessin sägen den Stamm zurecht und bringen den Baum in die richtige Position. Dann wird die Tanne auf den Lkw gehievt und fest verzurrt. Ratzfatz ist die Baumfällaktion in Liepen beendet. Nach nicht mal einer Stunde bewegt sich der rund 13 Meter hohe Nadelbaum in Richtung Tessin. Hier wird er vor dem Rathaus noch einmal richtig herausgeputzt und in der Adventszeit leuchten.

Familie Wallner hat Nordmanntanne 1994 gepflanzt

„Oh, je, hoffentlich bricht da nichts ab. Und die vielen Tannenzapfen in der Spitze.“ Wallners schauen ihrem Baum etwas wehmütig hinterher. Die Zweige wippen auf der Ladefläche, grüßen noch ein letztes Mal, als der Laster übers Kopfsteinpflaster holpert. „Vor 25 Jahren haben wir die Nordmanntanne gepflanzt“, sagt Teresa Wallner (71). Das war 1994, als die Familie von Rostock nach Liepen in dieses Haus gezogen ist. Die Tanne stand direkt an der Straße und ist gut gewachsen. „Nun ragte sie aber schon über die Straße, musste weg“, erklärt Ulrich Wallner (73). So haben sie der Stadt Tessin angeboten, den Baum als Christbaum zu spenden.

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„Wir haben drei private Sponsoren“, erzählt Bürgermeisterin Susanne Dräger, „die uns Weihnachtsbäume aus ihren Gärten schenken.“ Die Bäume für den Weihnachtsmarkt an der Zuckerfabrik und für den Neuen Markt kommen aus Prangendorf und Vilz. Und auch die wurden gestern noch von Bauhof-Chef Thomas Hagelstein und seinen Männern gefällt, abgeholt und aufgestellt. „Wir haben die Bäume vorher angeguckt und schon für das Fällen vorbereitet“, erläutert Hagelstein, der selbst schon zum 27. Mal an dieser vorweihnachtlichen Baumaktion teilnimmt. Der Transport wird zum dritten Mal mit dem Kranwagen der Firma Galabau Schingen in Petschow unterstützt.

25 Jahre lang wuchs die Tanne vor dem Haus von Familie Wallner in Liepen. Nun wurde sie gefällt und wird Weihnachtsbaum vor dem Tessiner Rathaus.

Maßarbeit beim Aufstellen vor dem Rathaus

Die weit ausladende Nordmanntanne wird auf dem Weg in die Recknitzstadt so richtig durchgeschüttelt. „Ich bin immer froh, wenn der Baum heil ankommt“, sagt Hagelstein. Auf dem Rathausplatz ist eine kleine Hülse eingelassen, etwa 90 Zentimeter tief, 30 Zentimeter Durchmesser. Hier muss der Stamm hinein. Michael Feyerabend vom Bauhof jongliert den Kranarm, seine Kollegen ziehen an den Seilen. Rums – und der Stamm rutscht ins Loch. „Wow, was für ein schöner Baum“, jubeln die ersten Tessiner. Und auch die Bürgermeisterin kommt aus dem Büro, begrüßt die Männer vom Bauhof und dreht zufrieden eine Runde um den Tannenbaum am Rathaus.

Heute erhält der Weihnachtsbaum seine Lichterkette und um 10 Uhr werden Mädchen und Jungen der Tessiner Kitas ihn schmücken. „Sie haben das ganze Jahr über gebastelt“, verrät Nadine Guhlke vom Kulturamt der Recknitzstadt. Gemeinsam werden sie die Dekoration anhängen. Dann umrunden die Kinder zusammen mit der Bürgermeisterin und dem Weihnachtswichtel die geschmückte Tanne. „Sie zählen rückwärts und dann wird die Beleuchtung eingeschaltet“, erklärt Guhlke das Ritual. Anschließend gibt es Süßigkeiten für die kleinen Helfer und der Wichtel erfragt schon mal die Weihnachtswünsche der Kinder. Ab dem ersten Advent erstrahlt die Weihnachtstanne vor dem Rathaus dann täglich, bevor sie in den ersten Januartagen wieder abgebaut wird. Wallners werden ihren Baum noch des Öfteren besuchen und sich mit einem Glühwein in der Hand an seiner Schönheit erfreuen.

Von Doris Deutsch

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