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Rostock Fan-Krawalle: Caffier droht Hansa
Mecklenburg Rostock Fan-Krawalle: Caffier droht Hansa
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21:55 28.04.2014
Problembereich Südtribüne: Polizisten beziehen nach Ausschreitungen von Anhängern beim Spiel zwischen Hansa Rostock und RB Leipzig Stellung.
Problembereich Südtribüne: Polizisten beziehen nach Ausschreitungen von Anhängern beim Spiel zwischen Hansa Rostock und RB Leipzig Stellung. Quelle: Patrick Franck
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Rostock

Nach den Ausschreitungen am Rande des Drittliga-Duells zwischen Hansa Rostock und RasenBallsport (RB) Leipzig (0:1), bei denen es am Samstag mindestens 30 Verletzte gegeben hatte, fordert MV-Innenminister Lorenz Caffier (CDU) Konsequenzen: „Es ist eine Grenze überschritten. Ich bin nicht bereit, das zu tolerieren.“ Er halte es „nicht für ausgeschlossen, die Südtribüne wieder zu schließen“, erklärte Caffier am Sonntag. Einzelne Begegnung könnten außerdem als Geisterspiel vor leerem Stadion ausgetragen werden.

Während der Halbzeitpause am Samstag hatten zum Teil vermummte Personen in großer Anzahl die Südtribüne der Arena verlassen und Ausschreitungen förmlich gesucht. Zuerst warfen die Hooligans Farbbeutel und Gegenstände in den Bereich der Gästefans, dann zertrümmerten sie WC-Anlagen.

Mit den Einzelteilen der Sanitär-Einrichtungen wurden Polizisten beworfen, auch Flaschen und Steine flogen. Mehrere Personen, darunter 30 Beamte, wurden „zum Teil erheblich verletzt“, teilte die Polizei mit.

Der Verein muss als Wiederholungstäter eine drastische Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) befürchten. Erst kürzlich war Hansa wegen mehrerer Verstöße seiner Fans zu einer 20 000-Euro-Geldstrafe, einem Teilausschluss der Fans auf Bewährung sowie Auflagen wie der Installierung eines Fangnetzes vor der Südtribüne verurteilt worden. Dagegen hatten die Mecklenburger Berufung eingelegt.

Nach den neuerlichen Krawallen distanzierte sich die Klubführung von seinen Problemfans, „die die präventive Arbeit des Vereins durch solche schwachsinnigen Aktionen konterkarieren und den Ruf des Vereins in den Dreck ziehen“, wie Rainer Friedrich, Vorstand Stadionmanagement und Prävention, betonte.



OZ

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