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Rostock Feuerwehr kommt an ihre Grenzen
Mecklenburg Rostock Feuerwehr kommt an ihre Grenzen
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05:24 28.07.2018
Fünf freiwillige Feuerwehren mit 45 Einsatzkräften bekämpften am Freitag den Brand in einer Lagerhalle und einem ehemaligen Autohaus in Satow (Landkreis Rostock).
Fünf freiwillige Feuerwehren mit 45 Einsatzkräften bekämpften am Freitag den Brand in einer Lagerhalle und einem ehemaligen Autohaus in Satow (Landkreis Rostock). Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren wird derzeit viel abverlangt. „Manche Wehren müssen pro Tag zwei- bis dreimal ausrücken“, sagt Landesbrandmeister Hannes Möller.  Ob Feldbrände, der jüngste Großbrand in einer Rostocker Recyclingfirma oder Hilfeleistung bei Waldbränden in Schweden – personell könnten die Feuerwehren alle Einsätze absichern, versichert der Landesbrandmeister. Laut Möller absolvierten die ehrenamtlichen Wehren in den ersten sieben Monaten fast so viele Einsätze wie im ganzen Jahr 2017. Nach Angaben des Schweriner Innenministeriums gab es im Vorjahr in MV mehr als 5200 Brände.

Hohe Motivation

„Die Kameraden bringen eine hohe Motivation mit“, würdigt Möller das Engagement seiner Mitstreiter. Urlaubssperre gebe es aber nicht. „Das würde nicht funktionieren, wir machen das ja alle ehrenamtlich“, sagt der 54-Jährige, selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow im Landkreis Rostock. Im Sommer, wenn auch viele freiwillige Feuerwehrleute Urlaub machen, alarmieren die Leitstellen aber ein bis zwei Wehren mehr. Vor Ort würden Einsatzgemeinschaften gebildet.

Aus dem Urlaub wird niemand geholt

Bei dem mehr als 24 Stunden währenden Großeinsatz nach dem Brand in einer Recyclingfirma in Rostock am Dienstag dieser Woche waren rund 100 Helfer vor Ort. „Aus dem Urlaub brauchten wir deshalb niemanden zu holen“, betont Matthias Ullrich von der Rostocker Berufsfeuerwehr. Allerdings seien Kameraden aus der Freischicht alarmiert worden. Die Kooperation mit den freiwilligen Wehren der Stadt funktioniere gut. Bei Bedarf komme auch Hilfe aus dem Landkreis. „Umgekehrt leisten wir Amtshilfe, wo andere in Not sind“, so Ullrich.

Ehlers Elke

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