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Rostock Fischereiexperte kritisiert geplante Fischfang-Regelungen
Mecklenburg Rostock Fischereiexperte kritisiert geplante Fischfang-Regelungen
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14:46 15.05.2013
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Rostock

Der Rostocker Fischereiforscher Christopher Zimmermann hat die Pläne des EU-Ministerrats zur Reduzierung von Rückwürfen ungewollt gefangenen Fischen als nutzlos kritisiert. „Es gibt so große Schlupflöcher, dass sich nichts an der bisherigen Praxis ändern wird“, sagte Zimmermann vom Rostocker Thünen-Institut für Ostseefischerei in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Der Ministerrat hatte vorgeschlagen, die erlaubte Rückwurfquote der ungewollt gefangenen Fische, sogenannter Discard, auf fünf Prozent der Gesamtfänge eines Bestandes zu begrenzen. „Das ist reine Kosmetik“, sagte Zimmermann. „Das Problem liegt nicht in irgendeiner Prozentzahl, sondern in der Überprüfbarkeit auf den riesigen Weltmeeren.“ Er vertrat die Hoffnung, dass das EU-Parlament dem Ministerrat nicht folgt und die Regelung nicht umgesetzt wird.

Institut für Ostseefischerei

dpa