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Rostock Flughafen Laage: Krisengipfel bringt keine Lösung
Mecklenburg Rostock Flughafen Laage: Krisengipfel bringt keine Lösung
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16:03 22.02.2019
Im Jahr 2018 konnte der Flughafen noch eine Rekordbilanz mit knapp 300 000 abgefertigten Passagieren präsentieren. Die Hälfte davon flogen mit Germania.
Im Jahr 2018 konnte der Flughafen noch eine Rekordbilanz mit knapp 300 000 abgefertigten Passagieren präsentieren. Die Hälfte davon flogen mit Germania. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Rostock-Laage

Der Krisengipfel zum Flughafen Laage ist am Freitag ohne den erhofften Durchbruch zu Ende gegangen. Die kommunalen Gesellschafter des Airports trafen sich in Schwerin mit der Staatssekretärin des Verkehrsministeriums, Ina-Maria Ulbrich, Wirtschaftsminister, Harry Glawe (CDU), und dem Chef der Staatskanzlei, Reinhard Meyer (SPD). In einer kurzen Mitteilung nach dem Gespräch hieß es nur, dass alle weiter an einer gemeinsamen Lösung arbeiten, damit der gebeutelte Flughafen seine langfristige Strategie fortführen könne.

Nach den Insolvenzen von zwei Airlines binnen weniger Wochen hatten zuletzt die Gesellschafter des Flughafens – die Rostocker Versorgungs- und Verkehrsholding (RVV), der Landkreis Rostock und die Gemeinde Laage – einen Einstieg des Landes gefordert. Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) lehnte dies aber ab.

Bisher lag das für den Flughafen veranschlagte Defizit im Jahr 2019 bei rund 2,8 Millionen Euro. Das wird sich jedoch nun voraussichtlich noch vergrößern. Am Mittwoch wird sich nun der Kreistag des Landkreises Rostock mit dem Thema beschäftigen. Denn eine Erhöhung der Zuschüsse für den Flughafen ist im aktuellen Kreis-Haushalt nicht vorgesehen – auch liegt dieser zur Zeit noch beim Landesinnenministerium zur Prüfung vor.

Für die knapp 200 Beschäftigten am Flughafen, die aktuell in Kurzarbeit sind, bot Wirtschaftsminister Glawe am Freitag Aus- und Weiterbildungen an. „Hier müssen die Bedarfe vor Ort abgefragt werden“, sagte Glawe der OZ. Ähnlich war das Ministerium zuletzt bei der Peene-Werft in Wolgast vorgegangen.

Für Hoffnung sorgt, dass die Geschäftsführerin des Flughafens, Dörthe Hausmann, bereits erste Erfolge bei der Suche nach neuen Airlines vermelden konnte: Die österreichische Fluggesellschaft Laudamotion wird von Mitte Juni an drei Mal wöchentlich die Strecke zwischen Rostock-Laage und Palma de Mallorca bedienen. Die türkische Airline Corendon fliegt von Mitte April an zwei Mal wöchentlich Antalya an.

André Wornowski