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Rostock Frau in Güstrow erschlagen: Verdächtiger sollte abgeschoben werden
Mecklenburg Rostock Frau in Güstrow erschlagen: Verdächtiger sollte abgeschoben werden
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14:59 23.09.2019
In Güstrow ist am Donnerstagabend eine 79-jährige Seniorin in ihrem Haus erschlagen worden. Der Mutmaßliche Täter sollte mehrfach abgeschoben werden. Quelle: Stefan Tretropp
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Güstrow

Der mutmaßliche Mörder der toten Rentnerin Erika H. aus Güstrow sollte abgeschoben werden. Das erfuhr die OZ aus zwei verschiedenen Quellen bei Polizei und Verwaltung. Warum die Abschiebung scheiterte – dazu könne sich das Innenministerium erst am Montag äußern, hieß es.

Oleh T. wird vorgeworfen, die 79-Jährige am Donnerstagabend in ihrem Haus erschlagen zu haben. Das Motiv ist noch unklar, dem Vernehmen nach war er auf der Suche nach Essen und Bargeld.

Fotostrecke: 79-Jährige in Güstrow getötet

Bilder vom Tatort zeigen das Haus in Güstrow, in dem eine 79-jährige Rentnerin getötet worden ist.

Der Landkreis Rostock bestätigt, dass es sich bei dem Tatverdächtigen Oleh T. um einen 43-jährigen Ukrainer handelt, der in Deutschland Asyl beantragt hat. „Der Mann ist psychisch und körperlich krank. Unter anderem sind uns Fälle von Alkohol- und Drogenmissbrauch bekannt“, sagt Michael Fengler, Sprecher des Landkreises Rostock.

Laut Staatsanwaltschaft gestaltet sich die Kommunikation mit dem Beschuldigten als schwierig. „Der 43-Jährige ist sehr aggressiv, wenn man sich ihm nähert“, sagt Staatsanwalt Harald Nowack. Zudem gebe es sprachliche Probleme. „Wir brauchen einen Dolmetscher, zudem gilt der Mann als psychisch instabil“, erklärt Nowack. Erschwerend kommt hinzu, dass Oleh T. taubstumm ist. „Ihm wurde der Haftbefehl schriftlich im Gewahrsam mitgeteilt, das ist ein Novum“, heißt es vom Sprecher der Staatsanwaltschaft.

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Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version des Artikels berichteten wir darüber, dass der Tatverdächtige mehrfach abgeschoben werden sollte. Das stellte sich als falsch heraus. Laut Informationen des Innenministeriums scheitere im Mai 2019 eine geplante Abschiebung des Tatverdächtigen.

Von Andreas Meyer und Stefan Tretropp