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Rostock Für 9,2 Millionen Euro: Neue Schutzwand bewahrt Rostock vor Sturmfluten
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Für 9,2 Millionen Euro: Neue Schutzwand bewahrt Rostock vor Sturmfluten

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14:15 10.01.2020
Landesumweltminister Till Backhaus (SPD, rechts) bei der Übergabe der neuen Sturmflutschutzwand in Warnemünde am südlichen Alten Strom. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Rostock

Ein Jahr nach Beginn der Bauarbeiten hat Umweltminister Till Backhaus (SPD) die neue Sturmflutschutzmauer am südlichen Alten Strom in Warnemünde übergeben. In der ersten Ausbaustufe liege die Oberkante des etwa 500 Meter langen Bauwerks bei 2,75 Meter über Normalhöhe Null.

Lesen Sie auch: Sturmtief sorgt 2019 für höchsten Pegelstand seit 1954 in Warnemünde

So könne die Schutzwand Wasserständen von bis zu 2,50 Metern standhalten, sagte Backhaus am Freitag. Sie bestehe aus bis zu elf Meter tiefen Stahlspundwänden, verbunden mit einer Kaitragplatte aus Stahlbeton.

Darum ist die Schutzwand nötig

„Vor dem Hintergrund des Meeresspiegelanstiegs in den nächsten Jahrzehnten ist es aber besonders wichtig, dass die Wand zukünftig noch erhöht werden kann“, sagte Backhaus. Dies sei durch die modulare Bauweise möglich. Auch seien dadurch größere Sichtbehinderungen verhindert worden, und die Wand sei nicht wesentlich höher als die alte Schutzwand.

Um die Erlebbarkeit des Alten Stroms für Einwohner und Touristen zu erhalten und die Akzeptanz des Bauwerks zu erhöhen, sei eine Promenade für Fußgänger in das Bauwerk integriert, sagte Backhaus. Sie könne über vier schnell verschließbare Durchgänge erreicht werden. Diese Durchgänge würden bei Vorhersage einer Sturmflut von der Wasserwehr Warnemünde verschlossen. „Die neue Promenade wird voraussichtlich Anfang März für die Öffentlichkeit freigegeben“, kündigte der Minister an.

450 Millionen Euro für den Küstenschutz

Das Land investierte laut Backhaus etwa 9,2 Millionen Euro in das Bauwerk. Insgesamt lägen die Kosten bei 11 Millionen Euro, da die Hansestadt Rostock auch verschiedene Anschlussbereiche erneuert hat.

Wie der Minister weiter berichtete, seien im Zusammenhang mit dem Klimawandel seit 1991 in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt rund 450 Millionen Euro in den Küstenschutz investiert worden. Der Etat für den Ausbau und den Erhalt von Bauten für den Küstenschutz liege in diesem Jahr bei rund 18 Millionen Euro.

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Von RND/dpa

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