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Rostock Für drei Wochen: Warnemünder Seestraße ist wieder freigegeben
Mecklenburg Rostock Für drei Wochen: Warnemünder Seestraße ist wieder freigegeben
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17:42 21.12.2018
Freuen sich schon auf die fertige, neue Flaniermeile: Die Verkäufer Ben Sperling (35), Mauréen Muschinski (42) und Daniela Ruhnau (32). Quelle: André Wornowski
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Warnemünde

 Fußgänger spazieren bereits auf dem verbreiterten Gehweg und auch die neu gepflanzten Bäume sind schon sichtbar. Seit Freitagnachmittag ist die Warnemünder Seestraße wieder für den Verkehr freigegeben. Allerdings nur vorübergehend für drei Wochen. Grund: Im Bereich zwischen Luisenstraße und der Straße Am Leuchtturm sind weitere Aufpflasterungen notwendig. Auch müssen noch Poller eingebaut, weitere Bäume gepflanzt und Rabatte angelegt werden. Wenn es die Witterung zulässt, sollen die Arbeiten spätestens Anfang April komplett abgeschlossen sein.

Dabei sollte ursprünglich schon jetzt alles fertig sein. „Wir hatten jedoch Hindernisse im Baugrund“, sagt Bauleiter Gordon Konschak. Denn auf dem 450 Meter langen Abschnitt der Seestraße ist nicht nur die Straßendecke erneuert worden, im Auftrag von Nordwasser sind auch unter der Erde Regen-, Schmutz- und Trinkwasserkanäle verlegt worden. Hinzu kamen Gas- und teilweise Stromleitungen.

Bei der Verlegung stießen die Bauarbeiter auf eine alte Tunnelanlage, die erst zurückgebaut werden musste. Das habe gedauert. Und beim Hotel Am Leuchtturm gab es eine weitere Überraschung: Dort durfte die Gründung nicht freigelegt werden. „Das Hotel steht nur auf Findlingen und die Statik wäre gefährdet gewesen. Das geht bis in den Straßenbereich hinein und war vorher nicht erkennbar“, sagt Konschak. Daher mussten sich die Arbeiter eine anderes Vorgehen überlegen. „Wir haben dann einen Mikrotunnel für ein 600-Millimeter-Rohr gebohrt“, so der Bauleiter. „Das hat auch gut geklappt“, ergänzt Ines Rubin vom städtischen Amt für Verkehrsanlagen. Dennoch verzögerte sich die Fertigstellung weiter um Monate.

Grundsätzlich positive Stimmung

Trotz der Verzögerung ist Verkäufer Ben Sperling positiv gestimmt. Der 35-Jährige arbeitet in einer Boutique an der Seestraße: „Wir freuen uns auf eine schöne, breite und neue Flaniermeile“, sagt Sperling. Die Belastung auf der alten, kaputten Straße sei enorm gewesen. „Die Leute sind hier mit Tempo 50 und mehr entlang gerauscht.“ Auch hätten die Autos am Straßenrand teilweise alles zugeparkt. „Für die neue Straße nimmt man dann gerne auch mal ein halbes Jahr lang Bauarbeiten in Kauf“, so Sperling.

Verkäuferin Mauréen Muschinski ist ebenfalls optimistisch: „Der neue Gehweg wird schon jetzt sehr positiv wahrgenommen“, sagt die 42-Jährige. Und die neue Saison beginne ohnehin erst ab April. Kollegin Daniela Ruhnau hofft, dass dann die Einbußen durch die Bauzeit wieder doppelt und dreifach reingeholt werden können. „Die Stammkundschaft ist trotz der Arbeiten zu uns gekommen, aber der Einbruch bei der Laufkundschaft war schon enorm“, sagt die 32-Jährige. Durch die Baustelle seien die Geschäfte an der Seestraße nicht so gut erreichbar gewesen.

Sorge um fehlende Parkplätze

Sorge hat Ruhnau jedoch wegen der komplett wegfallenden Parkplätze. „Vereinzelte Kurzzeitparkplätze für 30 Minuten wären schon angebracht gewesen“, so die junge Frau. Der Bereich der Straße Am Leuchtturm Richtung Seestraße bis Höhe Hotel Am Leuchtturm ist künftig eine Fußgängerzone, die für den Lieferverkehr von 6 bis 10 Uhr, 13 bis 15 Uhr und 18 bis 22 Uhr frei ist. Der Bereich der Seestraße von der Heinrich-Heine-Straße bis Höhe Hotel Am Leuchtturm ist als verkehrsberuhigter Bereich ausgeschildert.

Die Gesamtkosten von Sanierung und Umgestaltung belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro. Auf einer Fläche von 4800 Quadratmetern sind übrigens Natursteine in verschiedenen Farben verlegt worden – das sind etwa zwei Drittel eines Fußballfeldes.

André Wornowski

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