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Rostock Fußballer des SV Warnemünde über Rapper Marteria: „Er ist ein Vorbild“
Mecklenburg Rostock Fußballer des SV Warnemünde über Rapper Marteria: „Er ist ein Vorbild“
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19:33 05.08.2019
Reise nach Griechenland: Die Nachwuchskicker des SVW Fußball legen zusammen mit Rapper Marteria eine Eis-Pause im griechischen Larissa ein. Quelle: SVW Fußball
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Rostock

Es ist ein ganz besonderes Abenteuer, das die Kinder des Vereins SV Warnemünde Fußball (SVW) in den vergangenen Wochen durchleben durften. Nicht nur, dass die Nachwuchskicker im Rahmen des ersten deutsch-griechischen Jugendaustausches nach Griechenland gereist sind, sie wurden auch noch vom deutschen Rapper Marteria begleitet. Gemeinsam erkundeten sie das Land und die Kultur und lieferten sich spannende Duelle mit den Kindern des Partnervereins A.E.L. Promitheas.

Erinnerungen fürs Leben

„Was die Kids alles erleben durften, ist einmalig“, sagt Martin Bartsch, Nachwuchsleiter des SV Warnemünde Fußball. Bereits Ende Juni trat er gemeinsam mit 20 Kickern der D-Jugend und sechs weiteren Betreuern die Reise nach Larissa, einer griechischen Stadt im Zentrum des Thessalischen Beckens, an. Dort wurden sie von den Mitgliedern des griechischen Fußballvereins empfangen. „Für manche Kinder war es das erste Mal, dass sie ein fremdes Land bereisen konnten“, berichtet Bartsch freudig.

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Neben zahlreichen Ausflügen und sportlichen Wettkämpfen erhielt der Rostocker Nachwuchs Einblicke in die griechische Kultur, wobei die Verständigung mit den Austauschpartnern nicht immer leicht war. „Die Kinder sind aber immer mehr aufgetaut und haben auf Englisch miteinander kommuniziert.“ Spätestens auf dem Sportplatz waren alle Ängste vergessen. „Dort braucht man einfach keine Sprache“, betont Bartsch.

Der Nachwuchsleiter ist sich sicher, dass der Austausch für alle Kicker eine Erinnerung fürs Leben bleiben wird. „Das hat in den Kindern etwas bewegt. Sie sind über sich hinausgewachsen und sind selbstbewusster geworden. Das ist eine Lebenserfahrung, die ihnen niemand mehr nehmen kann.“

Videodreh mit einem Superstar

Ebenso unvergesslich werde für die Kinder wohl der Videodreh mit Rapper Marteria sein, der extra aus Panama angereist kam. „Marten besucht uns immer wieder, wenn er in der Heimat ist. Die meisten Kinder kennen ihn bereits von anderen Veranstaltungen. Wir sind froh, dass wir ihn als Betreuer gewinnen konnten“, so der Nachwuchsleiter. Gemeinsam mit den Kindern habe der Musiker einen Song einstudiert und aufgenommen. „Es ist ein witziges Video entstanden, worauf die Kinder sehr stolz sind“, sagt Bartsch.

Auch Marteria selbst habe die Reise nach Griechenland genossen. In einer Videobotschaft im sozialen Netzwerk Facebook teilte er mit: „Es macht mega Spaß, mit einer D-Jugend unterwegs zu sein. Der kulturelle Austausch mit einem anderen Land bietet mehr zu sehen als den eigenen Sportplatz.“ Dabei sei es dem Rostocker stets wichtig gewesen, die Nähe zu den Kindern zu wahren. Von Starallüren keine Spur. „Er hat alles mitgemacht und selbst von den Doppelstockbetten hat er sich nicht abschrecken lassen“, erinnert sich Bartsch. „Marten ist ein Vorbild für die Kinder.“

Rückbesuch in Warnemünde

Aktuell sind die Sportler des Partnervereins A.E.L. Promitheas zu Besuch in der Hansestadt. Noch bis Ende dieser Woche werden sie die Gegend gemeinsam mit den Rostockern erkunden. „Wir wollen ihnen natürlich ein ähnlich spannendes Programm bieten und uns für die schöne Zeit in Griechenland revanchieren“, erklärt der Nachwuchsleiter. Auf dem Plan stehen daher eine Fahrt mit dem Molli nach Heiligendamm, eine Rallye durch die Rostocker Innenstadt, ein Drachenbootrennen und ein Besuch im Ostseestadion.

Beide Mannschaften sind auf Erkundungstour in Warnemünde. Quelle: SVW Fußball

Rapper Marteria hat alle Beteiligten zudem zu seinem Konzert nach Berlin eingeladen. „Den Ausflug verbinden wir mit einer Tour durch die Hauptstadt“, meint Bartsch. Den krönenden Abschluss soll eine große Hafenrundfahrt liefern. „Dann können die Kinder die Hansestadt noch einmal aus einer völlig anderen Perspektive erleben, bevor es für sie am nächsten Tag zurück in die Heimat geht.“

Zusammenarbeit stärken

Zustande gekommen sei der Austausch durch eine Initiative der Deutschen Sportjugend (DJS). „Wir haben uns auf die Ausschreibung beworben und schließlich den Zuschlag bekommen“, sagt Bartsch. Er ist froh über diese einmalige Chance und verrät: „Es ist eine Freundschaft entstanden, die wir auf jeden Fall weiter pflegen wollen. Wir können noch vieles voneinander lernen.“ In Zukunft kann sich der Nachwuchsleiter neben einem regelmäßigen Jugendaustausch auch weitere Kooperationen vorstellen – beispielsweise in Form von Schiedsrichter- und Trainer-Treffen. „Von der Struktur her sind sich beide Vereine ähnlich. Daher können wir uns auf Augenhöhe begegnen.“

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