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Rostock Gastronomie kämpft mit dem Mindestlohn
Mecklenburg Rostock Gastronomie kämpft mit dem Mindestlohn
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07:42 20.06.2015
Christoph Brumberg (32) und Katrin Vierow (40) arbeiten in der Kranstöver Likörfabrik. Auch in der Gastronomie wird Mindestlohn gezahlt.
Christoph Brumberg (32) und Katrin Vierow (40) arbeiten in der Kranstöver Likörfabrik. Auch in der Gastronomie wird Mindestlohn gezahlt. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Der gesetzliche Mindestlohn hat vor allem in der Gastronomie und im Bäckerhandwerk für Veränderungen gesorgt. Angebote werden reduziert, die Preise steigen. Der Mindestlohn werde nicht diskutiert, aber es gebe Nachbesserungsbedarf, sagt Hannelore Dolinga vom Hotel- und Gaststättenverband Rostock.

„Kleine Hotels bieten nur noch ein Frühstücksbüfett an und streichen das Abendsessen, weil sie nicht genügend Personal vorhalten können“, sagt Dolinga. Nachbesserungsbedarf sieht sie bei den Arbeitszeiten. Eine Acht-Stunden-Schicht sei mit der Gastronomie nicht zu vereinbaren. „Wir können nicht bei einer Hochzeit um 1 Uhr sagen, die Gäste müssen jetzt gehen, weil das Personal sonst zu lange arbeitet.“

Öffnungszeiten wurden verkürzt, Stunden runtergesetzt, zwei Filialen mussten schließen, erzählt Thomas Müller, Landesinnungsmeister MV der Bäcker und Konditoren. „Den Mitarbeitern hat der Mindestlohn nichts gebracht. Alles für den täglichen Gebrauch wie Käse, Milch, Brot ist teuerer geworden“, sagt Müller.



Anja Levien