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Rostock Gedankenspiele für eine moderne Stadtbibliothek
Mecklenburg Rostock Gedankenspiele für eine moderne Stadtbibliothek
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15:00 04.07.2019
Die Stadtbibliothek in Rostock sucht nach neuen Möglichkeiten, mit der Digitalisierung Schritt zu halten. Quelle: dpa
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Rostock

Die Zahl der konventionellen Leihen geht zurück und die Rostocker Stadtbibliothek muss mit dem digitalen Wandel Schritt halten. Denn der bestimmt in großen Teilen die Mediennutzung der modernen Gesellschaft. Es brauche neue Konzepte, die die Bibliothek noch mehr zu einem Ort der Begegnung werden lassen, plädiert Medienpädagoge Dennis Kranz.

„Es ist eine erhebliche Verschiebung im Ausleihverhalten zu beobachten“, sagt Sozialsenator Steffen Bockhahn. Die Zahl der konventionellen Leihen gehe demnach zurück, dafür habe die „Onleihe“ (Bücher und Medien online nutzen) alleine im letzten Jahr einen Zuwachs von 20 Prozent verzeichnet. Dadurch drohe jedoch die Bibliothek häufiger leer zu bleiben. Ist sie denn zukünftig noch ein Ort der gesellschaftlichen Begegnung? Klar ist: „Die veränderte Nutzung zeigt, dass neue Wege gegangen werden müssen, um attraktiv zu bleiben“, sagt Bockhahn.

„Makerspaces“ sollen Besucher anziehen

Dennis Kranz ist Medienpädagoge in der Stadtbibliothek und will mit seinen „Gaming-Club“ aufzeigen, was in diesem Haus alles möglich ist. Denn wenn es um die Zukunft der städtischen Lern- und Begegnungsorte geht, sieht er neben dem „Gaming-Club“ noch weitere Möglichkeiten. Er plädiert für sogenannte „Makerspaces“: Das seien Plätze, beziehungsweise Orte innerhalb der Bibliothek, an denen Menschen aktiv etwas gestalten. „Man würde dort verschiedene Geräte zur Verfügung stellen. Das können Nähmaschienen, 3-D-Drucker, Lasergeräte zum gravieren oder auch einfach Computer sein.“

In Workshops könnten die Teilnehmer dann den Umgang mit den Geräten lernen. „Zum Beispiel in Näh-, Robotik- oder auch Programmierkursen.“ Damit würde man unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen ansprechen und auch die konventionellen Ausleihen vorantreiben – schließlich kämen die Leute dafür wieder zahlreicher in das Haus. Das Durchschnittsalter der Bibliotheksnutzer beträgt derzeit etwa 42 Jahre. Markant: Die Nutzer im Altersbereich zwischen sechs und 14 Jahren machen 12,5 Prozent aus. „Dieser Anteil ist damit größer als der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung von Rostock.“

Ort der Begegnung, des Lernens, Machens und Leihens

Letztlich sei laut Bockhahn die Bibliothek ein sozialer Ort, der auch in Zukunft in der Stadt ein kostenloses Treffen aller Alters- und Sozialschichten ermöglichen soll. Laut Kranz sei es jedoch wichtig, dass es Konzepte gibt, die eine Institution, wie die Stadtbibliothek für die Zukunft ausrichtet, „die sie zu einem Ort der Begegnung, des Lernens, Machens und Leihens machen.“

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