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Rostock Geplante Tourismusabgabe in der Kritik
Mecklenburg Rostock Geplante Tourismusabgabe in der Kritik
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06:49 07.04.2015
"Händler bezahlen in Tourismusorten besonders hohe Mieten“, sagt Dierk Böckenholt, Einzelhandelsverband Nord.
"Händler bezahlen in Tourismusorten besonders hohe Mieten“, sagt Dierk Böckenholt, Einzelhandelsverband Nord. Quelle: Markus Scholz
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Rostock

Widerstand gegen die Tourismusabgabe: Der Vorschlag des Landestourismusverbandes, in Zukunft die Wirtschaft stärker für touristische Investitionen zur Kasse zu bitten (die OZ berichtete), stößt im Land auf Kritik. Vor allem beim Einzelhandelsverband Nord kommt die Forderung der Touristiker nicht gut an: „So eine Abgabe ist wettbewerbsverzerrend und bedeutet eine weitere finanzielle Belastung für viele Händler“, kritisiert Verbandsgeschäftsführer Dierk Böckenholt.

Nach der Idee des Tourismusverbandes sollen künftig alle Nutznießer des Urlaubergeschäfts eine Tourismusabgabe zahlen – angefangen von Ladenbesitzern über Bäckereien bis hin zu Anbietern von Hafenrundfahrten und Friseuren. Mit den Einnahmen sollen touristische Infrastrukturen, wie Schwimmbäder, Parkplätze, Rad- und Wanderwege, finanziert werden. „Die Kommunen haben immer weniger Mittel zur Verfügung, allein können sie die Kosten nicht stemmen“, sagt Bernd Fischer, Geschäftsführer des Landtourismusverbandes. Deshalb sei es notwendig und gerecht, gemeinschaftlich zu investieren. Schließlich würden viele Wirtschaftsbranchen vom Tourismus profitieren.



Kerstin Schröder