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Rostock Germania-Fluggäste aus MV unter Schock: „Für uns fallen 11 Flüge weg!“
Mecklenburg Rostock Germania-Fluggäste aus MV unter Schock: „Für uns fallen 11 Flüge weg!“
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16:35 06.02.2019
Nach der Insolvenz der Fluggesellschaft Germania sind auch die Flüge von und zum Flughafen Rostock-Laage gestrichen. Die Schalterhalle ist leer. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Nach der Insolvenz der Airline Germania, die knapp die Hälfte der 300 000 Fluggäste in Rostock-Laage beförderte, können viele Urlauber aus Mecklenburg-Vorpommern ihre Reise nicht antreten. Mehrere Betroffene haben sich auch bei der OZ gemeldet, beispielsweise über Facebook. Dazu gehört auch Rajko Möller: „Insgesamt elf Flüge fallen für uns weg. Im März war ein Familienurlaub nach Ägypten geplant und vor einigen Tagen haben wir für November eine Reise mit dem Verein gebucht. Damit es von Seiten der Urlaubsveranstalter nicht zu ungewollten Umbuchungen kommt, kümmern wir uns um Flüge und Hotels separat, was bisher auch immer einwandfrei funktioniert hat“, erzählt er.

Besonders attraktiv war der Rostocker Flughafen für alle Mecklenburger, die keinen weiten Weg vor ihrer Reise auf sich nehmen wollten. So auch für Ingo Müller: „Habe dieses Jahr zwei Flüge in Laage mit Germania gebucht. Ich finde es besonders ärgerlich, weil wir uns die Anreise nach Hamburg oder Berlin sparen wollten.“ Einige Leser machen sich bereits jetzt Sorgen um die zukünftige Situation des größten Flughafens Mecklenburg-Vorpommerns. So auch Katja Diehatja bei Facebook: „Schöner Mist, es gibt doch auch so schon kaum Anbieter hier.“

Allerdings kommt die Insolvenz für einige Leser nicht überraschend. So sagt auch Holger Ladwig: „Hat sich doch schon vor Wochen angedeutet.“ Für Fluggäste wie Beate Rabe ist jetzt vieles ungewiss. Sie schreibt: „Wir wären am Montag nach Hurghada von Laage aus geflogen, aber wir wissen noch nicht, was daraus wird. Das Reisebüro will sich noch melden.“

Ratlosigkeit auch bei Langzeitbuchern, wie Frances Noseleit: „Wir sind erst im April betroffen. Hoffentlich gibt es bis dahin eine Lösung vom Veranstalter.“ Ähnlich erging es auch Eva Nelzer-Farkas, die einen Flug nach Antalya für den 05 März gebucht hatte. „Am Telefon bekam ich die Info: Abwarten und schauen, was daraus wird.“ Für einige Reisende sind auch hohe Kosten mit der Pleite von Germania verbunden. „Wir wären im Oktober geflogen, jetzt sind 800 Euro weg“, sagt Regina Ebeling. Auch Tina Balk hat im Juni 2019 einen Flug für sieben Personen gebucht und angezahlt. „Jetzt ist alles für die Katz“, schreibt uns die Leserin bei Facebook.

Einige Reisende, die im Vorfeld Nichts von der Pleite gewusst hatten, erwischte es kalt. Teilweise stellten sie erst vor Ort fest, dass ihr Flug ausfällt. „Ich verstehe nicht, warum so etwas über Nacht bekannt gegeben wird“, sagt auch Birgitt Bartel. Eine andere Vorgehensweise fordert Heiko Doeffinger, der momentan nicht aus der Türkei wegkommt: „Generell sollte eine Insolvenz abgesichert werden. Dafür sollten die Gelder bis zur Vertragserfüllung eingefroren werden.“

Die Geschäftsführerin des Flughafens, Dörthe Hausmann, hat sich bereits seit mehreren Wochen mit einer möglichen Germania-Pleite beschäftigt und versucht, Alternativen für vorhandene Flugverbindungen zu finden. Im Jahr 2019 wird es aber voraussichtlich zu keiner vernünftigen Lösung kommen. Der Grund dafür ist, dass es momentan keine Airlines mit freien Kapazitäten gibt.

Den Betroffenen soll jedoch nun geholfen werden. Verschiedene Fluggesellschaften bieten Gästen von Germania Flüge mit Sonderkonditionen an. Währenddessen versucht auch die insolvent gegangene Airline Lösungen zu finden, um die Auswirkungen für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten. Laut Germania soll sich auch um Reisende gekümmert werden, die von ihrem Urlaubsort nicht mehr wegkommen.

Dimitri Paul

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