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Rostock Geschichten entdecken im Warnemünder Heimatmuseum
Mecklenburg Rostock Geschichten entdecken im Warnemünder Heimatmuseum
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18:25 08.03.2019
Christoph Wegner, Leiter des Heimatmuseums Warnemünde präsentiert das Veranstaltungsprogramm für die kommenden Monate. Quelle: Susanne Gidzinski
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Rostock

 Wie lebten Warnemünder Seeleute im 19. Jahrhundert und wie entstand eigentlich das heute bekannte Seebad? Auf 240 Quadratmetern lädt das originale Fischer- und Schifferhaus zu einer kleinen Reise durch die Geschichte des Ortes ein. Am 13. März beginnt die diesjährige Veranstaltungsreihe des Heimatmuseums. Neben zahlreichen Themenabenden ist ein Umbau der historischen Wohnstube geplant.

Von Stasi-Geschichten bis zu Memoiren einer Schiffsärztin

„Unser Programm haben wir abwechslungsreich und bunt aufgestellt“, erklärt Museumsleiter Christoph Wegner. Anders als im letzten Jahr werde es diesmal zwei Plattdeutsch-Veranstaltungen geben. Den Anfang macht ein Abend mit Unterstützung durch den Chor „Sing man Tau“. Innerhalb von nur zwei Wochen sei dieser komplett ausverkauft gewesen. Für Fans der plattdeutschen Sprache soll es am 8. Mai eine weitere Möglichkeit geben, Geschichten und Gedichten zu lauschen. „Man muss aber schnell sein und Karten reservieren, wir können maximal 50 Leute gleichzeitig ins Haus lassen“, merkt Wegner an. Ebenfalls spannend sei der Vortrag von Dagmar Kummer-Eisenhut, die über ihre Zeit als Schiffsärztin berichtet. Im Juni werde die Warnemünder Stasi-Akte geöffnet und „im Herbst begeben wir uns dann auf und unter Wasser“, so der Historiker. „Für jeden ist etwas dabei.“

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Das Museum erfreut sich einer großen Beliebtheit – sowohl bei Einheimischen, als auch bei Touristen. „Wir sind optimistisch, dass wir in diesem Jahr wieder nah an den Besucherrekord von 2017 rankommen“, sagt der Museumsleiter zuversichtlich. Damals wurden mehr als 13 000 Menschen gezählt. Bereits jetzt seien deutlich mehr Leute durch die historischen Stuben gelaufen, als noch im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. „Da verkauften wir fast 12 400 Karten, obwohl wir fünf Monate lang umgebaut haben“, erzählt Wegner freudig.

Weiteres Umbauprojekt ist in Planung

Die Arbeiten im Haus seien dringend notwendig gewesen, um es alters- und behindertenfreundlicher zu gestalten. Statt einer Treppe führt nun eine Rampe in den hinteren Bereich des Gebäudes, wo unter anderem der Leinenrettungswagen, das größte Ausstellungsstück im Museum, steht. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagt der Museumsleiter. „Der Charme und die Inhalte haben darunter nicht gelitten.“ Auch technisch wurde aufgerüstet. An unterschiedlichen Medienstationen können sich die Besucher nun traditionelle Lieder anhören und kurze Filme schauen.

Der Leinenrettungswagen ist das größte Ausstellungsstück im Museum. Quelle: Susanne Gidzinski

Noch in diesem Jahr sollen weitere Umbauarbeiten stattfinden, wie Wegner bestätigt. Der Kassenbereich, der sich aktuell noch in der Wohnstube befindet, soll in den Flur ausquartiert werden. „Der große Raum kann damit zu hundert Prozent als Ausstellungsfläche genutzt werden“, meint er. Nach und nach soll auch der historische Zustand des Hauses wieder hergestellt werden. Dafür werde das Mauerwerk mit Lehmputz verkleidet. „Dadurch entsteht eine ganz andere Atmosphäre.“

Ein Museum zum Mitmachen

Im hinteren Bereich des Hauses befindet sich seit Neustem eine Objektwand, in der Exponate aus dem 20. Jahrhundert zur Schau gestellt werden. „Wir sind ein Mitmachmuseum und freuen uns, wenn Besucher besondere Stücke mitbringen, die wir dann ebenfalls ausstellen können“, sagt Wegner.

Geänderte Öffnungszeiten ab April

November bis März: Von Mittwoch bis Sonntag jeweils ab 10 Uhr bis 17 Uhr.

April bis Oktober: Von Dienstag bis Sonntag jeweils ab 10 Uhr bis 17 Uhr.

Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Preisen und Veranstaltungsterminen gibt es auf der Internetseite des Heimatmuseums.

Susanne Gidzinski

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