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Rostock Gesperrte Bahnstrecke: So funktioniert der Schienenersatzverkehr
Mecklenburg Rostock Gesperrte Bahnstrecke: So funktioniert der Schienenersatzverkehr
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18:41 11.03.2019
Shannon Kane (23) ist auf dem Weg zur Arbeit. Weil sie die Haltestelle Marienehe nicht auf Anhieb gefunden hat, kommt sie nun 20 Minuten zu spät. Quelle: Susanne Gidzinski
Rostock

Seit Sonnabend ist die Strecke zwischen Marienehe und Warnemünde wegen Bauarbeiten gesperrt. Anders als im Oktober werden diesmal Niederflur- statt Reisebusse eingesetzt. Trotz der längeren Fahrzeiten und teilweise unzureichend ausgeschilderten Haltestellen sind viele Rostocker erleichtert, dass die Deutsche Bahn den Schienenersatzverkehr umstrukturiert hat.

„Ich war diesmal angenehm überrascht“, sagt Helmtraud Spielmann, die im Bus Richtung Warnemünde sitzt. Am Sonntagabend ist sie aus dem Urlaub zurück in die Hansestadt gekommen und musste direkt mit dem Ersatzbus Richtung Groß Klein fahren. „Es hat auf Anhieb alles geklappt. Ob Kinderwagen oder Koffer, alles konnte verstaut werden und niemand musste zurückbleiben“, berichtet die 76-Jährige. Auch am Montagmorgen verläuft alles reibungslos. Die Fahrer warten, bis die letzten Passanten eingetrudelt sind. Notfalls wird sogar ein kurzer Stopp eingelegt. „Es ist eine Erleichterung, dass die Abfahrtszeiten nicht von denen der S-Bahn abweichen und die Haltestelle in Marienehe versetzt wurde. So muss man sich nicht abhetzen“, ergänzt Spielmann.

Verwirrung in Marienehe

Dass die Haltestelle dieses Mal auf der anderen Seite der Gleise angesiedelt ist und die Busse, anders als beim letzten Schienenersatzverkehr, von der Wendeschleife an der Sporthalle aus starten, kommt nicht bei allen Fahrgästen gut an. „Wir standen alle eine Viertelstunde am Parkplatz und haben gewartet. Ich komme jetzt 30 Minuten zu spät zu meinem Termin“, erzählt Sheila Friedrich. Erst durch den Hinweis einer Passantin haben die rund 15 Wartenden den richtigen Haltepunkt gefunden. „Es sollte besser ausgeschildert sein, wo die Busse fahren. So ist es halt ätzend“, klagt die Rostockerin.

Sheila Friedrich (56): „Es sollte besser ausgeschrieben sein wo die Busse fahren. So ist es halt ätzend, wenn man auf der falschen Seite wartet.“ Quelle: Susanne Gidzinski

Auch Shannon Kane musste die Haltestelle zunächst suchen und verspätet sich daher zur Arbeit. „Eigentlich wollte ich heute etwas eher da sein. Aber so ist das Leben“, sagt die 23-Jährige gelassen. „Es bringt ja nichts, sich darüber zu ärgern.“ Diese Einstellung teilt Christina Becker: „Diesmal ist es deutlich besser organisiert. Ich kann mich daher nicht beschweren“, meint die 36-Jährige. „Mich stört nur, dass die Leute an der Ecke rausgelassen werden, wo kein Bürgersteig ist.“

Längere Fahrzeiten

„Ich bin heute extra früher losgefahren, weil ich nicht wusste, was mich erwartet“, berichtet Jule Richter. Als sie um acht Uhr morgens in Marienehe aus der Bahn stieg und zur Ersatzhaltestelle lief, warteten bereits zwei Niederflurbusse auf die Fahrgäste. „Ich musste nicht lange in der Kälte stehen“, sagt die 25-Jährige erfreut. Lediglich die langen Fahrzeiten ärgern sie ein wenig. „Eine S-Bahn kann damit nicht wirklich ersetzt werden. Auch wenn die Route abgeändert wurde, die Busse sind langsamer“, so Richter.

Thorsten Metz (42): „Bei mir lief alles gut. Es kamen gleich zwei Busse von Lichtenhagen nach Marienehe. Da war genug Platz für alle.“ Quelle: Susanne Gidzinski

„Ach Gott, dann dauert es halt zehn Minuten länger. Mit dem Auto ist man ebenfalls nicht immer pünktlich“, meint Thorsten Metz. Der 42-Jährige habe bereits im Herbst keine Probleme mit dem Schienenersatzverkehr gehabt und ist froh, dass überhaupt Linien auf der Strecke verkehren. Noch bis zum 31. März soll die Sperrung zwischen Marienehe und Warnemünde anhalten. Die Deutsche Bahn weist daher darauf hin, dass sich Reisende sowohl auf den Stationen als auch im Internet oder unter der folgenden Telefonnummer 0385 750-2405 informieren können.

Susanne Gidzinski und Jana Schubert

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