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Rostock Glatteis und Sonne: Unfälle im ganzen Land
Mecklenburg Rostock Glatteis und Sonne: Unfälle im ganzen Land
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09:55 18.02.2014
Ein umgestürzter Baum behinderte am Sonntag den Bahnverkehr zwischen Güstrow und Bützow (Landkreis Rostock).
Ein umgestürzter Baum behinderte am Sonntag den Bahnverkehr zwischen Güstrow und Bützow (Landkreis Rostock). Quelle: Polizei
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Bad Kleinen

Glatteis, Sturmböen, tiefstehende Sonne: Die Wetterbedingungen der vergangenen Tage haben zu Unfällen im ganzen Land geführt. In Bad Kleinen bei Wismar wurde am Montag der Mitarbeiter einer Recyclingfirma schwer verletzt. Er arbeitete gerade neben einem Müllauto, als eine 60-jährige Autofahrerin durch die Sonne so stark geblendet wurde, dass sie auf den Müllwagen auffuhr und dabei den 25-Jährigen einklemmte.

Auch bei Sassnitz auf der Insel Rügen wurde ein Autofahrer durch die tiefstehende Sonne geblendet. Er fuhr auf drei haltende Autos auf. Die wurden aufeinander geschoben, vier Insassen dabei leicht verletzt. „Wenn man nichts mehr sieht, hilft nur eins: Rechts ranfahren und anhalten“, rät Isabel Wenzel vom Polizeipräsidium Rostock.

Neben tiefstehender Sonne macht den Autofahrern auch Eisglätte zu schaffen. Sie verwandelte am Montag vor allem Straßen in Mecklenburg in gefährliche Rutschbahnen. Auf der Bundesstraße 195 bei Gallin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) kam ein Lastwagen von der Fahrbahn ab und kippte auf die Seite. Der Fahrer verletzte sich dabei leicht. Die Bundesstraße war für mehrere Stunden gesperrt.

Insgesamt ereigneten sich im Landkreis acht Glätteunfälle, weitere Menschen wurden aber nicht verletzt. Bei Kogel, Groß-Rogahn, Severin, Crivitz und Dabel kamen Autofahrer auf überfrorenen Straßen von der Fahrbahn ab. Die Pkw fuhren in Gräben, gegen Zäune oder Schutzplanken.

Im Raum Rostock wurden die Polizei zu sechs witterungsbedingten Verkehrsunfällen gerufen. Drei davon ereigneten sich innerhalb kürzester Zeit auf der Bundesstraße 103 an der Abfahrt Kritzmow. Die Autofahrer kamen jeweils von der eisglatten Fahrbahn ab und fuhren gegen die Leitplanke oder in den Straßengraben.

Heftige Windböen legten am Sonntag den Zugverkehr lahm. Zwischen Güstrow und Bützow (Landkreis Rostock) war ein Baum auf eine fahrende Regionalbahn gestürzt. Die 32 Bahnreisenden kamen mit dem Schrecken davon, mussten aber mehr im Zug ausharren, bis die Feuerwehr den Baum weggeräumt hatte. Das dauerte mehr als drei Stunden. Eine Sturmböe verursachte auch einen Lkw- Unfall auf der A 20 zwischen Pasewalk und Prenzlau. Sie riss die Plane des Anhängers ab, die auf einen dahinter fahrenden Pkw krachte.



Kerstin Schröder